Ich habe es endlich wieder getan ;-)

Am Samstag war – nach über einem Jahr Pause – endlich wieder ein Backtag angesagt. Bereits am Freitagabend wurden der Sauer- und der Vorteig angesetzt.

Eine sehr klebrige Sache und optisch nicht unbedingt appetitanregend. Vor- und Sauerteig sind allerdings maßgebend für ein gutes ausgewogenes Brotaroma. Wenn sie dann etwa 15 Stunden gegangen sind, sehen sie schon etwas besser aus.

Der Vorteig wird über Nacht im Kühlschrank geführt und damit er keine eingetrocknete Haut bildet, decke ich die Schüssel mit Haushaltsfolie ab.

Bei der Führung des Sauerteiges habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, ihn über die Zeit von ca. 16 Stunden in die Backröhre des Haushaltsofens zu stellen. Ich lasse die Beleuchtung an, so ist in der Röhre eine optimale Temperatur für die Entwicklung des Sauers gegeben.

Bevor es an die Teigbereitung geht, muss natürlich der Backofen geheizt werden.

Die Temperatur in der linken oberen Ecke des Backraumes beträgt bei diesem Feuer bis zu 500 Grad C. Wenn das Holz nach gut drei Stunden niedergebrannt ist, hat der Backraum vor dem Ausräumen immer noch ca. 380 Grad C.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Glut mit der Krücke ausgeräumt wurde, wird mit dem Besen ausgefegt und mit dem Hudelwisch feucht ausgewischt. Das bindet den Staub vom Boden und der Ofen bekommt die erste Feuchtigkeit. Jetzt kann der Ofen gut abstehen, d. h. die Hitze verteilt sich gleichmäßig im Backraum.

 

 

 

 

 

 

 

Gleich nach dem Ausräumen des Ofens habe ich den Roggenmischbrotteig 70/30 mit Sonnenblumenkernen als Brühstück mit der Maschine geknetet. Nach einer Knetzeit von ca. 8 Minuten blieb der Teig im Kessel und stand  gute 45 Minuten auf Stockgare.

 

Der Teig war etwas zu weich geraten, was zunächst eine große Herausforderung beim Abwiegen und Formen der Teiglinge darstellte.  Zu Beginn meiner „Bäckerkariere“ wäre ich an dem klebenden Teig wohl verzweifelt.

Mit ordentlich bemehlten Händen  ging es für die Teiglinge ohne größere Probleme in die Gärkörbchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die hohe Teigausbeute hatte natürlich auch zur Folge, dass die Teiglinge im Ofen rasch breit liefen.

Am Ende gabs noch ein wenig Ofentrieb. In Anbetracht der Umstände war ich dann mit der Krume doch noch recht zufrieden. Geschmacklich hat auch alles gepasst.

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss des Tages gab es bei einem kleinen Oktoberfest mit Freunden leckeren Federweißen und Flammkuchen.

Und fast hätte ich es vergessen, dieser leckere Pflaumenkuchen wurde natürlich auch schon gestern verkostet.

Ich wünsche eine schönen herbstlichen Oktober und grüße herzlich euer Micha – Der Brotbaecker

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5 Antworten zu Ich habe es endlich wieder getan ;-)

  1. Brigitte schreibt:

    Lieber Micha,

    das musst du doch schwer vermisst haben – 1 Jahr ohne Backen! Ich konnte es kaum glauben, aber so lange wird es wohl her sein. Außerdem zeigen sich deine Backwaren wieder einmal von der besten Seite. Da finde ich, das ist auch ein Fest wert!
    Beim Verfolgen der Bilder fiel mir auf, dass ich das auch bei meiner Schwägerin im Süden so gesehen habe, sie macht fantastisches Brot und nützt die Restwärme für eine unnachahmliche Pizza. Da stehen dann plötzlich auch viele Freunde da.

    Herzliche Grüße, Brigitte

  2. Träumerle Kerstin schreibt:

    Na wenigstens hast du das Backen nach der langen Zeit nicht verlernt 🙂 Lecker schaut es wieder aus, Flammkuchen habe ich gern im Urlaub am Rhein gegessen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  3. minibares schreibt:

    was machst du mit 7 Broten?

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