Das wäre beinahe…


…richtig schief gelaufen. Gewöhnlich, wie diesmal auch, zünde ich vor dem Frühstück das Brennmaterial im bereits vor Tagen gefüllten Ofen an. Während der Frühstückspause brennt das Material soweit durch, dass ich es gut über die gesamte Heizfläche verteilen kann. Als ich nun nach zirka einer Stunde an den Ofen kam, stand das Thermometer auf „0“ Grad. Da ging mir doch tatsächlich das Feuer aus. Nur gut, dass ich  kontrolliert habe.

Mit etwas mehr als einer Stunde Verspätung wurde der Ofen nochmals angeheizt und das Holz war nach weiteren zwei Stunden soweit abgebrannt, dass ausgeräumt werden konnte.

Am Abend vorher bereite ich den Backtag soweit vor, dass es am nächsten Tag schön ruhig ablaufen kann und keine Hektik aufkommt.

Das Altbrot wurde zerkleinert, das Mehl und die Gewürze wurden abgewogen und bereitgestellt.

Den Brötchen- und Vorteig habe ich ebenfalls am Vorabend geknetet, damit sie dann über Nacht im Kühlschrank gehen und ihr volles Aroma entfalten können.

Backtag 28.11.2017

Die Konsistenz stimmt! Ich habe dem Teig noch etwas Weizenschrot zugegeben, dadurch erhalten die Brötchen einen noch besseren Geschmack und werden vom Biss her knackiger.

Am Backtag ist der Brötchenteig sehr gut aufgegangen und hat Aroma dazugewonnen.

Gute zwei Stunden vor der Aufarbeitung nehme ich ihn aus dem Kühlschrank und lasse ihn akklimatisieren.

Mit viel Dampf wird eingeschossen und knapp 30 Minuten gebacken. Diesmal habe ich ein Blech bereits nach 10 Minuten aus dem Ofen genommen. Diese Brötchen gingen, nachdem sie abgekühlt waren, in den Frost und können nun bei Bedarf frisch aufgebacken werden.

Die erste Verkostung der fertig gebackenen Brötchen ohne Belag: hervorragender Geschmack und gute Konsistenz, sowohl knackige Kruste als auch weiche Krume.

Weizenmischbrot mit Sonnenblumenkernen ging gut auf und entwickelte sich im Ofen ebenfalls prächtig weiter.

Es war wieder ein schöner Backtag mit einem guten Ergebnis. Demnächst werde ich Vollkornbrote backen, die neuen Backformen sind bereits eingebrannt. Jetzt muss ich nur noch ein passendes Rezept für 11-12 kg Teig suchen. Schauen wir mal, vielleicht klappt es ja noch im Dezember.

Bis dahin wünsche ich eine gute Adventszeit und verbleibe mit den besten Grüßen – Micha – Der Brotbaecker

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Das Wetter…


…war nicht gerade in guter Laune, als wir uns auf den Weg zu Alfons Schuhbecks „Teatro“ begaben. Es regnete so kräftig, dass wir auf einem Teil der Autobahn in Schrittgeschwindigkeit fahren mussten, und der Wind blies so stark, als wenn er mit aller Macht und gerade jetzt auch die allerletzten Bäume entlauben müsste.

Bereits vor einem Jahr hatte ich die Karten von den Kindern geschenkt bekommen und es wurde endlich Zeit, sie auch einzulösen. Als wir am Zelt des Teatro ankamen, regnete es glücklicherweise nicht mehr ganz so heftig. Eine angenehme festliche Atmosphäre ging vom Raum des Zeltes aus.

Im "Teatro" 12.11.2017

Gezeigt wurde ein erstklassiges Varieteprogramm, von dem ich aus urheberrechtlichen Gründen allerdings keine Bilder gemacht habe. Zwischen den Darbietungen, darunter auch Artisten, die mit dem goldenen und bronzenen Clown beim Circusfestival in Monte Carlo ausgezeichnet worden waren, gab es ein Viergänge-Menü von allerbester Güte.

Als ersten Gang gab es Kabeljau auf Cremespinat in Rotweinbutter und Champagner-schaum – einfach köstlich.

Durchs Programm führten Willer Nicolodi (CH/IT) – Bauchredner und Ully Loup (D) – Zauberkünstler mit einer lockeren und amüsanten Moderation. Und natürlich zeigten sie auch, was sie künstlerisch hervorragend beherrschen.

Der zweite Gang war „einfach raffiniert“, es gab Nudeln mit Trüffel und Parmesan.

Als dritten Gang gab es fantastisch zartes Rinderfilet mit Kartoffelgratin, Schalottenjus und mediterranes Gemüse.

Neben den bereits genannten Künstlern traten zwischen den Gängen mit ihren Programmen auf: Trio Queen (UA) – Akrobatik; Anastasiia Vashchenko (RU) – Luftakrobatik; Dustin Nicolodi (CH/IT) – Zauberer, Comedian, Jongleur; Davide Zongoli (IT) – Pole Akrobatik; Flight of Passion (UA) – Luftakrobatik; Matt & Valentina (GB) – Skate Duo und Pavel Stankevych (UA) – Equilibre. Musikalische Einlagen mit Tanz bot das Showensemble, die „teatro singing waiters“ sehr unterhaltsam dar.

Den kulinarischen Abschluss bildete die „Venezianische Maske“ – Blutorangenmousse, Pistaziencreme, Mango-Berberitzen-Ragout und leckeres Stracciatella-Eis.

Wir hatten bereits an dieser Stelle für uns konstatiert – es war ein sehr schöner, unterhaltsamer und kulinarisch ausgezeichneter Abend und dann noch die Überraschung:

Alfons Schuhbeck erscheint, begrüßt das Publikum und singt zwei Lieder – und das sehr gut! Kann locker mit so manchem Musiker des Landes konkurrieren. Besonders habe ich mich gefreut, dass er nach der Show auch noch Zeit fand, mit den Gästen einen Plausch zu machen.

Herzlichen Dank an Herrn Schuhbeck und sein Team, es hat uns sehr gefallen.

 

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Es wurde wieder gebacken


Früher ging es bei mir am Backtag manchmal ziemlich hektisch zu. Die Abläufe waren noch nicht verinnerlicht und vorbereitet hatte ich am Vortag auch nix. Seit geraumer Zeit ist das anders und obwohl es am Backtag viel zu tun gibt, geht alles deutlich entspannter zu.

Am Vorabend wiege ich das benötigte Mehl, das Salz und die Gewürze ab. Dann werden der Vor- und Sauerteig angesetzt. Sauerteig kommt in die Backröhre und bleibt dort bei eingeschaltetem Licht über Nacht. Der Vorteig kommt in den Kühlschrank.

Seit langer Zeit reizt es mich schon Brötchen zu backen, die ähnlich schmecken wie die, die ich in meiner Jugendzeit auf dem Weg zur Schule für 10 Pfennig beim Bäcker gekauft habe. Langsam dürfte ich den Geschmack getroffen haben. Der Teig wird ebenfalls bereits am Vortag zusammengerührt.

Backtag 28.11.2017

Der Brötchenteig wurde zunächst auf der ersten und dann auf der zweiten Stufe jeweils ca. 10 und 5 Minuten geknetet.

Backtag 28.11.2017

Das Brötchenrezept lehnt sich an das DDR-Brötchenrezept von Bäcker Süpke an, wobei ich dem Teig noch ein wenig Weizenschrot hinzugebe.

Nachdem der Teig ca. 2 Stunden in der Stube gestanden hat, kommt er über Nacht in den Kühlschrank und darf dort weiter gehen.

Am nächsten Morgen lasse ich ihn, bevor er weiter verarbeitet wird wieder ca. 2 Stunden bei Zimmertemperatur akklimatisieren.

Auch der Sauerteig hat sich gut entwickelt, darf aber noch ein wenig auf seine Weiter-verarbeitung warten.

Zwischendurch habe ich am frühen Morgen den Ofen angeheizt, den Brötchenteig zwei mal mit Pausen dazwischen gefaltet und anschließend die Brötchen geformt.

Als das Holz abgebrannt war, habe ich den Ofen ausgeräumt und er durfte noch eine gute halbe Stunde Abstehen. Die Brötchen hatten in dieser Zeit Gelegenheit zum Gehen.

Damit sich der Ofentrieb gut entwickeln kann, wurde kräftig Schwaden erzeugt. Es hat sich gut ausgezahlt hat, denn mit dem Ergebnis war ich recht zufrieden.

Während die Brötchen im Ofen waren, wurden die Brotteiglinge (Weizenmischbrot mit Leinsamen) in die Gärkörbe gebracht.

Teigtemperatur war ok, die Teiglinge gingen gut auf.

Auch mit dem Brotbackergebnis bin ich zufrieden, wobei ich beim nächsten Mal die Einschnitte nicht ganz so tief machen werde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein schöner und vom Ergebnis sehr zufriedenstellender Backtag war das wieder. Da mein Freund Ingo an dem Tag ebenfalls gebacken hat, hatten wir auch Vergnügen dabei, uns per WhatsApp über die jeweiligen Backfortschritte zu informieren.

Der Anschnitt zeigt eine gute Porung und ein prächtiger Geschmack, sowohl bei den Brötchen als auch beim Brot waren die verdiente Belohnung für die Mühe des Tages!

Eine gute Zeit wünsche ich bis zum nächsten Mal Euer Micha – Der Brotbaecker

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Weimar…


…ist immer wieder eine Reise wert.

Ein Spaziergang durch den Park an der Ilm zum Goethegartenhaus gehört bei unseren Aufenthalten in der Dichterstadt zum festen Programmpunkt.

Bei herrlichem Herbstwetter kann man im Park prächtig entspannen und wenn dann auch noch handgemachte Musik im Hintergrund erklingt, ist die Idylle einmalig vollkommen.

Wie schon oft, haben wir auch diesmal die verschiedenen Perspektiven der zahlreichen Sichtachsen im Park und am Gartenhaus genossen.

Aber auch ein ausgiebiger Bummel über den Weimarer Zwiebelmarkt hatte seine Reize.

Das gute Wetter hatte dieses Jahr besonders viele Besucher angelockt, deshalb haben wir unsere Einkäufe während der frühen Morgenstunden erledigt – da war es noch nicht so voll.

Das traditionelle Anschneiden des Zwiebelkuchens durch die Zwiebelmarktkönigin Gina-Marie und den Oberbürgermeister konnte ich bei den vielen Leuten auf dem Markt leider nicht fotografieren, dazu war die Bühne zu niedrig und ich zu weit weg.

Dafür kam ich auf dem historischen Teil des Marktes an den Mutzbratengrill ganz dicht heran 😉

Neben sehr schönen Marktständen verschiedener Händler, vielen kulinarischen Genüssen waren auch Gaukler und Musiker zu Gange und unterhielten sehr abwechslungsreich mit ihrer Kunst.

Am Abend hatten wir in unserem Hotel die Möglichkeit mit Herrn Udo Pötzschke zu sprechen.

Bereits als Kind fuhr er mit seinen Eltern zum Zwiebelmarkt. Nun schon seit vielen Jahren selbst Zwiebelbauer im Nebenerwerb, kommt er regelmäßig nach Weimar. Es war sehr interessant ihm zuzuhören, als er über die Entwicklung sprach und einen tieferen Einblick in die Geschichte dieses traditionellen Marktes gab und die Probleme der Händler über die Jahre darstellte. Enorme Handarbeit beim Zwiebelanbau, der Ernte und der Vorbereitung der Vermarktung, Rispen- und Gesteckherstellung sowie fehlender Nachwuchs sind hier nur einige wenige Stichworte. Danke für die Einblicke!

Das Schloss Belvedere mit seinem zauberhaften Park und der großen Orangerie waren am Abreisetag ein schöner Abschluss erlebnisreicher Tage.

Auch nächstes Jahr werden wir wieder nach Weimar reisen, auf dem Programm stehen dann das Bauhaus und der Philosoph Nietzsche. Ich freue mich bereits jetzt darauf.

Eine gute Zeit wünscht Micha – Der Brotbaecker

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Ein erlebnisreicher Sommer…


…verabschiedet sich und der Herbst hält bereits allerorten Einzug. An regnerischen Tagen habe nun auch ich wieder mehr Zeit, um Blogbeiträge zu erstellen.

Am letzten Samstag wurde wieder gebacken. Zunächst habe ich Brötchen nach einem Rezept von Bäcker Süpke in den Ofen geschoben.

Den Teig habe ich über Nacht im Kühlschrank kalt geführt und vor dem Aufarbeiten habe ich ihn gute 2 Stunden bei Zimmertemperatur akklimatisieren lassen.

Knusprig und lecker waren sie geworden, auch wenn ich mir noch ein klein wenig mehr Ofentrieb gewünscht hätte.

Die Teigtemperatur beim Brotteig war ok.

Bis zur optimalen Gare dauert es noch ein paar Minuten und dann geht es in den Ofen.

Weizenmischbrot mit Sonnenblumenkernen insgesamt ca. 50 Minuten gebacken.

Und es sieht nicht nur gut aus, sondern es duftet fantastisch und…

…schmeckt saulecker 😉

Am Abend gab es dann zu diesem leckeren Brot den bereits am Vortag eingelegten Mutz-braten.

Backtag am 07.10.2017

Mit Freunden klang ein schöner und erfolgreicher Backtag aus. Auch wenn ein solches Programm etwas Mühe abverlangt, war ich am Ende des Tages doch recht zufrieden.

Mit herzlichen Grüßen verbleibe ich bis demnächst als euer Micha – Der Brotbaecker

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Einen haben wir noch ;-)


Vor der Sommerpause noch ein kleiner Bericht über den Besuch einer prächtigen botanischen Schau. Pirna-Zuschendorf ist nicht nur eine gute Adresse für Kamelien-, Azaleen- und Bonsaifreunde, sondern auch für Hortensienliebhaber. Seit Jahren haben wir „Anlauf“ genommen und nun endlich hat es geklappt.

Die Gärtner des Landschlosses haben uns bislang bei allen gezeigten Schauen überzeugt und begeistert, auch mit der Präsentation der Hortensien haben sie eine hervorragende Arbeit geleistet.

Die diesjährige XII. Hortensienschau beschäftigt sich mit frühen deutschen Sorten und steht unter dem Motto „Die goldenen 20iger Jahre“ für die Besucher noch bis zum 06.08.2017 offen.

Bereits auf dem Weg zum Schlossgebäude sind prächtige Stauden…

…und Blüten zu bewundern.

Die Farben- und Formenvielfalt ist überwältigend.

Irgendwie passen die Vorstellungen über die 20-er Jahre und die üppigen Blüten der Hortensien sehr gut zusammen.

Beeindruckend sind auch die Gestaltungselemente aus den Hortensienblüten.

Für Natur- und Pflanzenfreunde ist das ein absolut zu empfehlender Ausflug.

Eine gute Zeit wünscht und herzliche Grüße sendet Micha – Der Brotbaecker

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Neue Rezepte ausprobiert


Am letzten Wochenende wurde wieder mal gebacken und ich habe gemeinsam mit Ingo neue Rezepte ausprobiert.

Das Brötchenrezept habe ich bei Werner Danz gefunden.

Beim Formen muss noch ein wenig geübt werden, damit die Brötchen gleichmäßiger werden. Nachdem der Ofen bereits am Vorteig geheizt worden war und darin schon leckerer Mohnkuchen gebacken wurde…,

…musste ich am Backtag nicht mehr so viel Holz verbrennen.

Ausräumen, aushudeln und Ofen eine gute Stunde abstehen lassen.

Geschmacklich waren die Teile eine Wucht und werden wohl jetzt öfter auf dem Backplan stehen 😉

Nachdem ich mir den Film über den Bäcker vom Lorettohof, Günther Weber, angesehen hatte, habe ich die Angaben zu seinem Brotrezept mit Ingos Hilfe auf meine Belange adaptiert.

Vor- und Sauerteig habe ich über Nacht im Kessel gehen lassen. Mehlmengen, Salz und Gewürze waren abgewogen und dazu gegeben. Wir mussten mit dem Wasser etwas experimentieren, bis die gewünschte Konsistenz des Teiges erreicht war.

Und dann wurde kräftig geknetet.

Ein paar Minuten kann man den Teiglingen noch gönnen.

Es ist deutlich zu sehen, dass sich das Volumen während der Gare vergrößert hat. Nun geht es aber flott in den Ofen!

Ich habe reichlich Schwaden gegeben und der Ofentrieb entwickelt sich, wie man sieht recht gut.

Das Endergebnis sieht optisch ansprechend und köstlich aus.

Der Anschnitt zeigt, dass auch die Krume gut geworden ist…

…und obwohl ich bislang eher Roggenmischbrote mochte, wird dieses Brot ganz bestimmt öfter gebacken.

Ich wünsche eine gute Zeit und lege hier mal eine kleine Sommerpause ein!

Herzlich Euer Micha – Der Brotbaecker

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Mühle und Barock


Die Herrschaften im Barock haben ganz sicher auch schon gerne Erzeugnisse, die aus des Müllers Mehl gebacken wurden gerne vernascht. Wir haben einen kleinen Bogen zwischen Mühlentag und Barock geschlagen. Zunächst ging es zur Schloßmühle nach Radeberg.

Gleich neben dem Schloss Klippenstein gelegen ist diese im Jahre 1445 erstmals urkundlich erwähnte  Mühle offenbar auch die Älteste Radebergs. Nach dem letzten großen Umbau 1982 war sie bis Mitte 1996 als 3 t- Weizenmühle in Betrieb.

Leider war der Besucherandrang so groß, dass wir hätten über drei Stunden bis zu einer Führung warten müssen. Deshalb habe ich nur ein paar Aufnahmen von den frei zugänglichen Bereichen gemacht und mich auf den Schautafeln etwas zur Geschichte der Mühle belesen.

Die Mühle ist auch heute noch voll funktionsfähig. Ihre Einrichtung besteht aus 3 Doppelstühlen, einer Ausmahlmaschine, 2 Plansichtern, Reinigung, pneumatischer Förderung, 3 Mischmaschinen und einer Francis- Spiralturbine.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den „Mühlenfahrstuhl“ konnten wir in Aktion sehen und es begeistert mich immer wieder, wie die technischen Bauwerke von den Altvorderen durchdacht errichtet worden waren.

In der heutigen Gaststube, die zur Mühle gehört, steht ein schönes Schnittmodel welches die wesentliche Teile der Mühle darstellt.

Auch wenn wir an einer Führung nicht teilnahmen hat sich der Besuch gelohnt, denn im Umfeld gab es auch allerhand zu sehen.

Da wir schon mal auf Tour waren, entschlossen wir uns noch einen Besuch im Barockgarten Großsedlitz zu machen. Letztmalig waren wir vor ungefähr drei Jahren dort und hatten gelesen, dass dort in den letzten zwei Jahren sehr viel saniert wurde. Das Ergebnis wollten wir uns nun ansehen.

Noch waren nicht alle Rabatten bepflanzt, allerdings konnte man an den fertigen Bereichen sehr deutlich sehen, dass da Könner am Werk waren. Welch herrliche Zusammenstellung von Farben und Formen!

Unterhalb des Schloßcaffes standen schöne Feigenbäumchen, die allerhand Früchte getragen haben.

„August Christoph Graf von Wackerbarth beauftragte 1719 den sächsischen Baumeister Johann Christoph Knöffel mit dem Bau seines Alterssitzes. Großsedlitz – damals nur zwei Stunden Wegzeit von Dresden entfernt – bot dafür den idealen Platz. Da bis zu 1000 Soldaten gleichzeitig an dem Alterssitz bauten, konnten bereits 1720 das Schloss und 1721 die Obere Orangerie fertiggestellt werden. 1723 kaufte August der Starke dem ehemaligen Generaladjutanten der Sächsischen Armee den Garten ab. Dieser baute offiziell weiter – jedoch nach den Plänen des Königs.“ (Quelle: Internetauftritt Barockgarten Großsedlitz)

Übrigens sind vor wenigen Wochen 76 der in der Orangerie Großsedlitz überwinterten Zitrusbäume wieder in den Innenhof des Dresdener Zwingers eingezogen. „Der Dresdner Zwinger war erstmals im Jahr 1710 unter August dem Starken mit mehreren Hundert italienischen Orangenbäumen bestückt worden. Das Ensemble galt damals als eine der schönsten Orangerien Deutschlands. Auf einer Zeichnung von 1775 sind fast 400 Bäumchen zu sehen.“ (Quelle: http://www.mdr.de/sachsen/dresden/orangen-baeume-zwinger-dresden-108.html)

Auch wenn an einigen Stellen noch Treppen saniert werden, ist ein Besuch in Großsedlitz auf jeden Fall lohnenswert.

Wir kommen ganz bestimmt wieder.

Eine gute Sommerzeit wünscht Micha – Der Brotbaecker

PS.: Eine Woche nach unserem Besuch in Großsedlitz wurden auch wieder alle Brunnen und Wasserspiele in Betrieb genommen!

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Smokereinsatz


Es soll die Königsklasse sein, das Smoken von Beef Brisket. Ich habe es versucht. Am letzten Freitag, in den frühen Morgenstunden wurde das „Gerät“ zunächst auf Betriebstemperatur warmgefahren.

Beim Fleischer meines Vertrauens, der Fleischerei Dubau, habe ich das Fleisch bestellt. Die Chefin bot mir an, das Fleisch zum Termin bereits gewürzt im Vakuumbeutel in Lake zu liefern. Das nahm ich dankend an, musste ich mir somit beim ersten Mal um die Würzung keine Gedanken machen.

Auf den Rost gelegt, verbrachten die beiden Stücke über 11 Stunden bei einer Temperatur zwischen 105 bis 130 Grad C. Zum Ende hin hatte das Beef die Kerntemperatur von 89 Grad C erreicht.

Anschließend habe ich das Fleisch noch eine gute Stunde mit Alufolie abgedeckt in einer Stahlpfanne zum Entspannen abgestellt.

Dann kam der spannende Augenblick des Anschnittes. Allein der Geruch war schon herrlich.

Optisch gefiel mir der Anschnitt sofort und beim ersten Kosten war auch ein fantstischer Geschmack da. Allerdings war das Fleisch, nach meiner Beurteilung, etwas zu trocken geworden. Ich werde es beim nächsten Mal spätestens nach der Hälfte der Garzeit in Backpapier packen und dann darin weiter smoken.

Mit Countrykartoffeln und Shitakepilzen war es trotzdem ein exzellentes Mahl. Den Rest des Beef Brisket habe ich in Scheiben geschnitten, vakuumiert und eingefroren.

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Ich denke, das wird sicher auch ein schöner Belag auf frisch gebackenem Brot. Das habe ich am letzten Mittwoch mit Ingos Unterstützung gebacken.

Roggenmischbrot mit Kürbiskernen kam in den gut geheizten Ofen…

…nach 15 Minuten Schwaden ablassen und bei fallender Temperatur fertig backen…

…noch ein paar Minuten und dann wird es gut sein.

Ein Gedicht von Brot!

Ich wünsche eine gute Zeit und verbleibe bis demnächst mit den herzlichsten Grüßen als Euer Micha – Der Brotbaecker

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Manchmal muss man auch Glück haben


Seit Jahren weiß ich, dass…

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…einen Steinbackofen haben soll.  Immer wieder wollte ich mir den auch schon mal anschauen, aber immer kam etwas dazwischen. Nun ergab es sich, dass wir übers Wochenende in der Nähe waren und die Gelegenheit auch zum Besuch der Burg Mildenstein nutzten.

Auf dem Weg zur Burg kommt man am Stiefelhaus vorbei, das war aber diesmal geschlossen. Seine Geschichte ist einen eigenen Beitrag wert und ich glaube, schon einmal darüber berichtet zu haben.

Bereits an der Kasse zur Burg hat mir der freundliche Herr verraten, dass es heute einen Projekttag gebe und der Backofen deshalb geheizt werde.

Vorbei am Bergfried ging es nach einem kurzen Blick ins Innere in Richtung Burghof.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den mühseligen Weg über die Holztreppe bis an Spitze des Bergfriedes haben wir uns für einen nächsten längeren Besuch der Burg aufgehoben.

Am Ofen angekommen, erfuhren wir, dass Chemnitzer Eltern für die Grundschulklasse ihrer Kinder einen Projekttag auf der Burg Mildenstein organisierten. Hier durften einige Schüler gerade die Backfläche aushudeln, stellten sich dabei allerdings noch ziemlich ungeschickt an – Übung macht halt den Meister.

Geduldig und kindgerecht erklärte Museumspädagogin, Frau Almut Zimmermann, den Kindern die Handgriffe und unterstütze die Kleinen beim Beschicken des Ofens mit den vorbereiteten Teiglingen.

Vor dem Ofen wurde im Kessel eine Dinkelsuppe vorbereitet.

Beim Rösten des Dinkels haben die Kleinen ordentlich rühren müssen, damit nichts anbrennt. Nachdem das Wasser hinzugefügt war, musste nicht mehr so heftig gerührt werden.

Zwischendurch mussten die Brote, die bereits gut aufgegangen waren, umgeschoben werden. Das Ergebnis haben wir nicht abgewartet, dürfte aber nach dem ersten Blick gut gelungen sein.

Nachdem wir uns von Frau Zimmermann verabschiedet hatten, gelang uns noch ein kleiner Blick in die Küche.

Die Burg ist einen intensiveren Besuch definitiv wert und wir werden das demnächst noch einmal ins Auge fassen.

Eine schöne Woche mit hoffentlich bald wärmeren Wetter wünscht Micha – Der Brotbaecker

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