Roggenvollkornbrot

Seit ich mir vor Wochen die entsprechenden Backformen zugelegt habe, wurde nun schon zum dritten Mal Vollkornbrot gebacken – es schmeckt uns besonders gut und wird wohl noch öfter auf dem Plan stehen.

Bewährt hat es sich, die wesentlichen Vorbereitungen bereits am Vorabend zu treffen.  Außerdem erwartete ich dieses Mal Besuch einer großen Boulevardzeitung. Die Redaktion suchte Themen für das bevorstehende „Sommerloch“ und man wird  in einer Serie unter anderem auch über meinen Backtag berichten.  Da ich davon ausgegangen war, dass ich mit der Reporterin Zeit zum „Plaudern“ brauchen werden, wurde diesmal geplant nur Brot zu gebacken und auf andere Backwerke zu verzichten.

Es sind mehrere Handgriffe, die auch ihre Zeit in Anspruch nehmen: Mehl, Saaten, Gewürze und Salz wurden abgewogen und der Sauerteig angesetzt. Mein Backfreund Ingo gab mir den Tipp, das Koch- und Brühstück aufgrund der hohen Außentemperaturen bereits am Abend zu bereiten, damit es über Nacht abkühlen kann und am Folgetag die Teigtemperatur nicht zu hoch wird.

Am Backtag habe ich die vorbereiteten Zutaten in der Nähe des Kneters bereitgestellt, damit die Teigbereitung zügig vonstatten geht. Außerdem wurde die Gefahr, dass beim „Erklären“ meiner Aktivitäten eine der Zutaten vergessen wird, deutlich minimiert 😉 .

Der Sauerteig hat sich über Nacht sehr gut entwickelt. Ich habe ihn verhältnismässig fest geführt. Damit habe ich etwas mehr zeitlichen Spielraum bei der Teigbereitung gewonnen, denn er frisst nicht so schnell ab.

Mit über 31 Grad C im Schatten war das Arbeiten schon etwas schweißtreibend, doch es hatte auch sein Gutes: der Teig ging erwartungsgemäß recht flott und der Ofen kam mit deutlich weniger Holz aus, als das sonst üblich ist.

Durch den Besuch war ich etwas abgelenkt und habe zwischendurch nicht weiter fotografiert. Im Ergebnis des Backtages war das Brot sowohl geschmacklich, als auch backtechnisch sehr gut gelungen. Und das war mir wichtig, schließlich will man sich vor der Presse nicht blamieren 😉 !

Die Kruste war schön fest, die Krumme locker und feucht und Leinsamen und Sonnenblumenkerne gaben einen angenehmen Biss. Ein schöner und erfolgreicher Backtag.

Ich wünsche wie immer eine gute Zeit und grüße herzlich als Micha – Der Brotbaecker

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Eine gute Zeit wünscht Micha – Der Brotbaecker

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Datenschutz

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Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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Übung macht…

…den Meister, heißt es nicht nur landläufig, sondern es beweist sich auch in der Praxis.

Der gestrige Backtag wurde bereits vorgestern am späten Nachmittag vorbereitet, Sauerteig angesetzt und das Kochstück bereitet. Gestern dann habe ich nach dem Anheizen des Ofens alles bereit gestellt.

Der Sauerteig war über Nacht bereits gut gegangen,…

…Sonnenblumenkerne und Leinsamen wurden gebrüht…

…und das Kochstück, wie gesagt bereits am Vorabend angerührt.

Da ich den Ofen am Vorabend schon vorgeheizt hatte, war die Temperatur am Backtag schnell gestiegen. Nach gut 1,5 Stunden zeigte das Thermometer fast 500 Grad C.

Nachdem die Glut weiter herunter gebrannt war, wurde ausgeräumt und der Ofen zur Aufnahme der vorbereiteten Backformen fertig gemacht.

Ich hatte bei den Teiglingen etwas mehr Ofentrieb erwartet, aber irgendwie hat das nicht so geklappt wie erhofft.

In der Zwischenzeit hat meine Frau Kuchen vorbereitet, so dass ich nach dem Brot gleich weiter backen konnte. Ich liebe die knackigen Streusel – auf Sauerkirsch- und auf Mohnkuchen.

Zur Probe wurden aus dem Restteig zwei kleine Zöpfe und eine Teigtasche geformt.

Das Brot war nach gut 55 Minuten abgebacken und optisch und geschmacklich recht gut gelungen.

Die Krume hätte aus meiner Sicht noch etwas luftiger sein können, aber wie war das mit der Übung?

Ein schönes, erholsames und frohes Osterfest wünsche ich allen Lesern und verbleibe mit herzlichen Grüßen als Micha – Der Brotbaecker

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Speisen wie die Fürsten…

…konnten wir am 21. März diesen Jahres. Unter dem Motto ‚Kulinarischer Abend – Leibgerichte August des Starken‘ hatten Andreas Vater und sein Team in das „Haus des Müllers“ an der Krabatmühle Schwarzkollm geladen.

Vor dem Restaurant wurden die Gäste von Hofdamen am Glühweinkessel empfangen und im Restaurant war die Tafel bereits festlich gedeckt.

Ursula Katharina, Reichsfürstin von Teschen (Cornelia Schnippa) war gerade im Begriff, die anwesenden Gäste zu begrüßen, als August der Starke plötzlich und „unerwartet“ erschien.

Die Reichsfürstin möge „nicht soviel quatschen!“, fuhr sie der Fürst (Steffen Urban) barsch an. „Das ist zu viel. Ich ziehe von dannen.“ Die Teschen räumte traurig enttäuscht das Feld und der Fürst lief zur Hochform in Sachen Eigendarstellung auf.

Schließlich ist er der Herr im Lande und hat die Teschen bereits vor geraumer Zeit in die Provinz „verbannt“.

Das Volk wurde indes aus der Küche mit einem „Unter Rauch abgehangenem Schinken vom sächsischen Wild mit gebratenem Blumenkohl und gelber Tunke“  froh gestimmt. Als zweiten Gang gab es eine „Barocke Roulade von der Lachsforelle aufgegossen mit Weinsuppe“.

Zwischen den Gängen unterhielt August der Starke das Volk mit zahlreichen Episoden und Geschichten. Damit waren alle Gäste nicht nur mit köstlichen Speisen versorgt, sondern auch mindestens genauso gut unterhalten und sie amüsierten sich wunderbar.

Im Hauptgang servierte die Hofküche einen „Rücken vom Kalb, welcher sanft am Stücke, über Stunden bei niedriger Temperatur, in der höfischen Küche im Ofen verweilte und im Anschluss mit Spargel, Orangen, Tartuffeln und Rahm leiert wurde“.

Natürlich stellte der Restaurantchef persönlich  dem Fürsten und den Gästen jeden Gang  ausführlich vor. So auch die „Holunderblütenbaba auf weißer Schokoladensoße“ zum Abschluss des kulinarischen Abends.

Dass ein solch schöner Abend nicht nur von einer Person vor- und zubereitet werden kann, war den Gästen selbstverständlich bewusst. Eine tolle Geste war es deshalb, dass die beteiligten Köche und Servicemitarbeiterinnen vorgestellt wurden.

August der Starke und die Gäste bedankten sich mit einem kräftigen Applaus für einen sehr schönen und genüsslichen Abend.

Gern werden wir die kulinarische Kunst bei weiteren Besuchen genießen. Bis dahin beste Empfehlung und herzlichen Dank sagen Micha – Der Brotbaecker un sin Fru

 

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