Ich habe geübt und hatte Gäste dabei!

Auch in den letzten Wochen bin ich wieder regelmäßig und mehrfach in der Woche an der Krabatmühle gewesen, um die Aktivitäten der Handwerker festzuhalten. In allen Räumen wurden die Bodensperre verlegt, notwendige Mauerdurchbrüche und Schlitze für das Verlegen von Leitungen ins Mauerwerk geschaffen.

Der Klempner und die Elektriker waren fleißig und haben die Leitungen verlegt.

Auch das Dach wurde weitestgehend fertig gedeckt.

Doch nicht nur die Handwerker auf der Baustelle waren fleißig, auch zwei Mitarbeiterinnen der Krabatmühle wollten sich schon mal auf die späteren Aktivitäten im Backhaus vorbereiten und besuchten mich bei meinem letzten Backtag.

Ich hatte am Vorabend bereits einige Vorbereitungen getroffen. Mehle, Saaten und Sauerteig wurden abgewogen und soweit erforderlich gemischt, gebrüht und gekocht.

Am Backtag habe ich um 09:00 Uhr den Ofen angeheizt. Für um 12:00 Uhr waren Susann und Magdalena von der Krabatmühle in meine Backstube eingeladen, damit sie an den Hauptaktivitäten des Backtages teilhaben konnten.

Als die Frauen ankamen, war der Ofen schon gut durchgebrannt und aufgeheizt. Ich habe zügig den Teig gemischt und dann war die Zeit gekommen, damit sich beide Frauen beim Formen der Teiglinge für die Kastenformen versuchten.

Wir hatten sehr viel Spaß dabei. Es war wohl für beide die größte Überraschung, wie weich sich der Teig anfühlt und dass es gar nicht so einfach ist, ihn entsprechend in Form zu bringen.

Gemeinsam war es uns dann aber doch gelungen, die Backformen zu füllen und nach der Gare in den Ofen einzuschießen.

Das Ergebnis war zufriedenstellend und das Feedback zur Krume und Kruste war voller Lob.

Bis demnächst verbleibe ich mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für die bevorstehende Adventszeit als Micha – Der Brotbaecker

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Kamel und Pferd – Brotbackhaus an der Krabatmühle

Bei der Dacheindeckung geht es voran.

Das Gestell zur Verkleidung des Schornsteinkopfes nimmt seine Form an.

Aber nicht nur auf dem Dach wird fleißig gearbeitet, auch ebenerdig werden Vorbe-reitungen für die Fertigstellung der Dachkostruktion getroffen.

Die Konstruktion an der wetterseitigen Giebelseite kann bald geschlossen und winterfest gemacht werden.

Offen ist auf dieser Seite nur noch der Aufgang zum Schornsteinkopf. Sobald dieser verkleidet ist, können dort die Dachziegel verlegt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ebenfalls schon gut vorgearbeitet worden.

Beim Innenausbau sind die Vorbereitungen soweit gediegen, dass die Elektrik und die Wasser- und Sanitärinstallation eingebaut werden können.

Und während die Handwerker auf der Baustelle fleißig ihrem Gewerk nachgingen, waren wir in einer Besprechung mit dem Obermeister der Bäckerinnung Saxonia, Roland Ermer, zur fachgerechten Ausgestaltung der Backstube, den baulichen Anforderungen und den notwendigen Ausstattungsgegenständen vertieft. Plötzlich trat eine Mitarbeiterin ein und bat Tobias Zschieschieck um Rat. Draußen standen Wandergesellen und benötigten nicht nur ein Lager für sich selbst. In ihrer Begleitung befand sich auch ein für unsere Gegend nicht gerade alltägliches Tier.

Eine französische Wandergesellin in Begleitung von mehreren Handwerkern, einem Pferd und einem Kamel suchten auf ihrem Weg ins Winterquartier bei Bischofswerda für die heutige Nacht ein Quartier für sich und die Tiere. Das Quartier für die Wandergesellen war rasch klar gemacht und dank der Unterstützung eines Bauern in der Nachbarschaft der Krabatmühle fanden Pferd und Dromedar auch eine Koppel, auf der sie die Nacht verbringen können.

Glücklich über die schnelle Hilfe zur Versorgung der Tiere gabs für alle noch ein Leckerchen: für die Menschen Pfannkuchen vom Obermeister und für die Tiere etwas Heu von einem Tierfreund!

Zwar wurde unsere Besprechung „gestört“, aber wirklich gestört hat uns das nicht, im Gegenteil, wir hatten sehr viel Freude beim kurzen Plausch mit diesen Wandergesellen.

Ich wünsche eine gute Zeit und bleibt gesund! Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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Das sonnige Wetter hilft – Brotbackhaus an der Krabatmühle

Der Herbst zeigt sich nach der etwas längeren Regenperiode, die der Erde überaus gut getan hat, wieder von seiner freundlichen Seite. Das unterstützt natürlich die Arbeiten am Backhaus, insbesondere im Außenbereich enorm.

Zügig gehen die Dachdeckerarbeiten voran und man kann schon erahnen, dass sich auch dieses Dach gut in das Gesamtensamble der Gebäude an der Krabatmühle einfügen wird.

Mit einem Wandergesellen aus der Zunft der Zimmerleute bespricht Tobias Zschieschick die dringlichsten Arbeiten am Giebel der Wetterseite.

Der Rahmen der Eingangstür und alle Fenster sind eingebaut und damit die Voraus-setzungen dafür geschaffen, dass der Innenausbau weiter gehen kann, auch wenn das zur Zeit noch sonnige Wetter plötzlich umschlagen sollte.

Im Inneren bereiten die Putzer bereits ihre weitere Arbeit vor und bringen an den Fenstern und Türen die Putzschienen/-profile an.

Ein Teil des Dämmmaterials wurde auch schon angeliefert.

Im Rahmen der Winterfestmachung wird an der Fertigstellung der Ständerwände in der Giebelverkleidung zielstrebig gearbeitet.

Es macht mir immer wieder Freude zu sehen, wie fleißig die Handwerker der beteiligten Firmen, die Wandergesellen und Mitarbeiter der Krabamühle an diesem Traum vom Backhaus tatkräftig und fachkundig Hand anlegen. Tobias Zschieschick immer mit dabei, mit koordinierenden Hinweisen für die Handwerker aber auch mit persönlicher tatkräftiger Mitarbeit…

…vor Ort und das nicht nur beim Beheizen des Grundofens!

Ich wünsche ein schönes Wochenende, bleibt gesund und neugierig auf den Frotgang der Bauarbeiten an der Krabatmühle.

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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Es hat sich viel getan – Brotbackhaus an der Krabatmühle

Seit dem Erntedankfest hat sich auf der Baustelle des Brotbackhauses wieder allerhand getan. Die Dachkonstruktion wurde außen mit der Lattung vervollkommnet. Im Inneren konnte die Konstrunktion ergänzt, die Deckenschalung bearbeitet und eingebaut werden.

Die Dachklempner haben die Dachrinnen angebracht, eine Konstruktion aus Holz mit speziellen Rinneneisen und einer Blechauskleidung.

In Erwartung der kalten Jahreszeit und weil der Backofen erst nächstes Jahr gebaut werden kann, wurde die Bauöffnung provisorisch geschlossen.

Der Innenausbau soll auch bei kalten Temperaturen möglich sein, deshalb hat der Ofenbauer Olaf Giertz schon den Grundofen gesetzt.

Es gehört schon sehr viel Wissen und Erfahrung dazu, einen so speziellen Ofen zu setzen. Olaf hat sich das über Jahre angeeignet und, wie man später sehen wird, hervorragend umgesetzt.

Eine gute Woche hat es gedauert, bis das Bauwerk seine endgültige Fertigstellung erfuhr. Die Arbeitstage begannen früh und endeten, als es bereits ordentlich dunkel war.

Inwiefern Olaf nach dem anstrengenden Arbeitstag diese beeindruckende Idylle genossen hat, habe ich nicht gefragt. Auf jeden Fall hat das Mühlenensemble durch die effektvolle Ausleuchtung auch im Dunkeln einen gewissen Charme.

Bis demnächst, bleibt gesund, das wünscht Micha – Der Brotbaecker

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Erntedankfest – Brotbackhaus an der Krabatmühle

Es war etwas anders als in den Jahren zuvor, schließlich mussten einige Vorgaben im Zusammenhang mit der Pandemievorsorge berücksichtigt werden. Die Auflagen des Gesundheitsamtes erforderten dieses Mal von den Mitarbeitern und Helfern an der Krabatmühle ganz besonderes Engagement. Glücklicherweise waren die Umstände aber ingesamt so, dass das Ernetedankfest überhaupt stattfinden durfte/konnte.

Waren und Erzeugnisse, vorrangig aus der Region, boten die anwesenden Händler an beiden Tagen zum Kauf an.

Zur kulturellen Umrahmung des Festes trugen verschiedene Künstler bei, so wie hier die Lausitzer Blasmusikaten Welzow.

Während die Kapelle die Gäste im Mühlenhof mit beschwingter Blasmusik unterhielt, bereiteten sich die Sängerinnen und Sänger des Chores Seidewinkel auf dem Gelände hinter dem Backhaus auf ihren Auftritt vor und probten nochmal die Einsätze.

Mittlerweile eine Institution an der Karabatmühle – der Schwarze Müller – Dieter Klimek – moderierte an beiden Tagen und versorgte die Besucher mit Informationen zu den Künstlern, zur Mühle und zum Projekt Brotbackhaus.

In der Lausitz sind nicht nur die Ortsschilder zweisprachig auch unter den sorbisch-stämmigen Bewohnern der Lausitz wird noch sehr oft im täglichen Miteinander sorbisch gesprochen. Damit diese slawische Sprache auch bei Kulturveranstaltungen gepflegt wird und die sorbischsprechenden Besucher an der Krabatmühle in ihrer Muttersprache mit Informationen versorgt werden, wird die Moderation übersetzt. Frau Gloria Sauer übertrug Dieter Klimeks Moderation und sonstige Wortbeiträge für das Publikum ins Sorbische.

Während sich die Gäste an der Krabatmühle gut unterhalten ließen, wurde an anderer Stelle für die Besucher der Mühle fleißig gearbeitet.

Zur Unterstützung des Projektes Brotbackhaus, buk mein Freund Ingo in drei Back-gängen in seinem Steinofen insgesamt 45 Brote.

Nur noch wenige Minuten, dann hat der Ofen seine Temperatur erreicht, wird ausge-räumt und fürs Backen vorbereitet.

Ich bin immer wieder davon begeistert, mit welcher Schnelligkeit Ingo die Teiglinge geformt und in den Gärkörben platziert hat.

Nach einer geraumen Gehzeit im Gärkorb werden die Teiglinge eingeschossen.

Das sieht doch gut aus, nur noch das Mehl vom Boden abbürsten und dann kann es zum Verkauf gehen.

Die Händler haben bereits ihre Stände aufgebaut, es wird Zeit, dass das Brot von uns geliefert wird.

Tobias Zschieschick ist nicht nur Chef im Ring, er packt auch immer wieder, wo es not-wendig ist, kräftig zu.

Der Schwarze Müller hat sich in seinem einnehmenden Wesen natürlich gleich einen Laib gesichert. Während der späteren Moderation muss er ja schließlich wissen, was angepriesen werden soll 😉

Es hat nicht lange gedauert und alle 45 Brote waren verkauft. Das von der Mühle Bresan gesponserte Mehl und die von Ingo Giertz daraus gebackenen Brote brachten einen Erlös von 220,- € zugunsten des Backhauses an der Krabatmühle. Dafür gebührt beiden ein herzliches Dankeschön!

Bis demnächst verbleibe ich mit herzlichen Grüßen asl Micha – Der Brotbaecker

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