Freunden Freude bereiten

Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Freunden eine Freude zu bereiten. Da ich weiß, dass meine gern gutes Brot essen, habe ich halt wieder einmal gebacken.

Neben den Vorbereitungen in der Backstube gehört das Heizen zu den wichtigen Dingen an einem Backtag.

Roggenmischbrot mit Kürbiskernen soll es geben. Der Teig sieht hier ziemlich fest aus, er war es aber tatsächlich nicht!

Vor dem Teig für die Mischbrote habe ich Teig für „Grillbrote“ gemischt. Mit Vorteig und kleingeschnittenen Oliven wurde er auf Gare gestellt!

Eine ziemlich klebrige Angelgenheit, habe leider erst später die Schüssel mit Olivenöl eingepinselt. Hatte ich am Anfang vergessen.

Nach mehrfachem Dehnen und Falten (knead and fold) hat sich der Teig gut entwickelt.

Zuerst habe ich die Mischbrote abgebacken.

Dann wurden die Grillbrote aufgearbeitet. Zugegeben, da muss ich noch etwas üben. Der weiche Teig ist trickig! 😉

Nach ca. einer Stunde Teigruhe kamen die Teile in den Backofen. Den richtigen Trieb erhielten sie erst im Ofen, in den Gärkörben tat sich nicht allzuviel.

Geschmacklich eine Wucht, die Form wird beim nächsten Mal besser! 😉

Ich glaube, ich habe meinen Freunden eine Freude bereitet und sie werden mit dem leckeren Brot beim Essen eine schöne Erinnerung haben. Das Treffen haben wir mit einem gemeinsamen Konzertbesuch auf der Landesgartenschaubühne „krönen“ können.

Ein sehr schöner Tag und Abend – Danke an unsere Freunde, die uns herzlich begleitet haben! Ich wünsche eine gute friedliche Zeit bei bester Gesundheit!

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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Freude zu verbreiten und ein Lachen…

…ins Gesicht zu zaubern, können Clowns wohl mit am besten. Auch deshalb ist es für mich ein besonderes Erlebnis gewesen, nun endlich mal an einem Ort zu sein, wo diesem Kunstgenre ein museales Zuhause gegeben wird.

Ein Motto, dem sich Hans-Dieter Hormann bereits als Kind genähert und dem er, neben seiner beruflichen Tätigkeit, seit Jahren einen Großteil des bisherigen Lebens gewidmet hat. Ich teile dieses Motto sehr gerne, denn Clowns begeistern auch mich seit Kindesjahren.

Die Geschichte des Clownmuseums Leipzig muss ich hier noch einmal später und ausführlicher darstellen, heute zunächst ein kleiner Überblick. Die vielen Fakten und Informationen, die Herr Hormann zu erzählen weiß, muss man sich als Außenstehender aufschreiben, um sie richtig und vollständig wiederzugeben. Diesmal standen aber für mich nur eine erste Information und das Beobachten der Enkelin beim Besuch des Museums im Vordergrund.

Die Ausstellungsstücke sind alles Originale und wurden von den verschiedenen Clowns während ihrer Darbietungen getragen und benutzt.

Unter den Ausstellungsstücken gibt es viele Teile, die eine sehr besondere und beeindruckende Geschichte haben. Die Schatulle mit den Firguren rechts in der Mitte des Bildes hat so eine besondere Geschichte. Die Figuren wurden von einer Frau in der Kriegszeit selbst gebastelt. Im hohen Alter hat sie sich nach einem Besuch des Museums und beeindruckt von demselben, schweren Herzens von den Figuren getrennt. Versprechen musste Herr Hormann, dass die Clownfiguren einen würdigen Platz bekommen und pfleglich behandelt werden. Ein solches Versprechen abzugeben, fiel dem „besessenen“ Clownfreund natürlich nicht schwer.

Herr Hormann hat uns einige beeindruckende Informationen zu den Ausstellungstücken gegeben und interessante Geschichten erzählt. Leider ist mir einiges, bei der Menge der Details untergegangen. Im Juli des Jahres werde ich noch einmal dort sein und ganz bestimmt hier im Blog einiges nachreichen.

Herzlichen Dank für die liebevolle und sehr beeindruckende Führung durch das Clownmuseum Leipzig. Liebe Grüße nach Leipzig und für Freunde des Cirkus‘ eine heiße Empfehlung für den Besuch des Museums!

Mit freundlichen Grüßen Micha – Der Brotbaecker

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Tag des deutschen Brotes

Seit bereits 10 Jahren wurde er auch am 18.05. wieder begangen, der „Tag des Deutschen Brotes“. Zufällig habe ich am 17.05.2022, dieses Jubiläums unbedacht, wieder einmal meinen Backofen angeheizt.

Gebacken hatte ich in den letzten Monaten schon öfter, ohne hier zu berichten. Aber diesmal soll es aus gegebenem Anlass wieder einen Bericht geben.

Der Ofen wurde früh gegen 08:00 Uhr angeheizt und hatte recht bald eine ordentliche Teperatur erreicht.

In der Backstube hatte ich, teilweise schon am Vorabend, die erfoderlichen Vorbereitungen getroffen.

Der Sauerteig wurde angesetzt…

…Sonnenblumenkerne eingeweicht…

…Mehl, Salz und Gewürze abgewogen!

Ordentlich geknetet…

… wurden die fürs jeweilige Brot erfoderlichen Teigmengen abgewogen auf kamen auf die vorbereitete Arbeitsfläche…

…und zu Laiben gewirkt in die Gärkörbe!

Nach gut einer Stunde waren die Teiglinge gut gegangen und durften eingeschossen werden.

Der erste Blick in den Ofen nach wenigen Minuten ließ schon erkennen, es wird wieder ein leckeres Brot geben – der Duft war schon betörrend!

Nach gut 55 Minuten Backzeit war ich mit meinem Roggenmischbrot zufrieden.

Und um den Backtag zu versüßen, hat meine Frau wunschgemäß und zum Saisonauftakt noch einen leckeren Rhabarberkuchen vorbereitet.

Mit der vorhandenen Restwärme wurde er abgebacken. Auch dieser Duft ist immer wieder verführerisch und lässt es einen kaum erwarten, dass der Kuchen angeschnitten werden kann.

Damit hatte der Tag seinen würdigen Abschluss gefunden und ich war zufrieden.

Ich wünsche eine gute Zeit bei bester Gesundheit und all denen, die momentan etwas kränkeln gute und schnelle Besserung!

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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Menschlichkeit

Krieg ist grausam und durch NICHTS zu rechtfertigen! Mein Blog ist unpolitisch, aber die Menschlichkeit darf nicht auf der Strecke bleiben. Krieg ist grausam und trifft die Ärmsten der Armen, Behinderte, Frauen und Kinder am härtesten. Um diesen Menschen, die auf der Flucht nach Deutschland gekommen sind, wenigsten etwas zu helfen, habe auch ich mich alleine und mit Freunden in den letzten Tagen engagiert.

Die AWO Hoyerswerda hatte zu Spenden für die Menschen aus den Kriegsgebieten aufgerufen. Das Echo war so überwältigend, dass nach wenigen Tagen zunächst eine Pause bei der Annahme von materiellen Spenden eingelegt werden musste. Finanzielle Unterstützung ist jedoch auch weiterhin willkommen!

Unsere Kinder und Verwandten haben Kindersachen und wir Gästebetten, Haushaltswäsche und -uten-silien zusammengetragen.

Wie im gesamten Bundesgebiet unterstützen auch in Hoyerswerda viele weitere Initiativen, Vereine, Einrichtungen und Privatpersonen die Behörden bei der Betreuung der Flüchtlinge.

Die Krabatmühle wird seit Jahren bei Spenden und Leistungen durch die Solidarität von Gästen, Handwerkern, Wandergesellen und anderen in ihren Vorhaben solidarisch unterstützt. Kein Wunder, dass man hier den Solidargedanken selbst lebt und Flüchtlinge unterstützen möchte.

Deshalb wurde am Samstag und Sonntag mit vielen fleißigen Helfern gebacken und der Erlös ging an den Lebenshilfe Regionalvereinigung Kamenz – Hoyerswerda e.V.

Rico, der Bäcker vom Backhaus der Mühle, hatte an beiden Tagen jeweils gegen fünf Uhr den Backofen angeheizt.

Umfangreiche organisatorische Dinge waren schon im Vorfeld geklärt worden, Bäcker angesprochen, Helfer eingeteilt und Mehl besorgt. Die Bäcker/Helfer haben an beiden Tagen unentgeltlich unterstützt. Die Sollschwitzer Mühle Bresan spendete das Mehl!

Damit war die wichtigste „Zutat“ zum Gelingen der Backtage vorhanden, denn den Rest hatte Rico bereits in den Tagen davor besorgen lassen.

Während in der Backstube noch ein zweiter Backgang mit Brot und Kuchen vorbereitet wurde, kamen auch die Helfer für den Verkauf.

Bernd Wiesner, Vorstandsvorsitzender des Lebenshilfevereins, engagierte sich an beiden Tagen beim Verkauf, dabei wurde er von Frauen seines Vereins und vom Krabatmühlenverein tatkräftig unterstützt! Frau Solveig Hellwig gehörte an beiden Tagen zum fleißigen Verkaufsteam. Damit alles auch seine Richtigkeit hat, gehört das Anlegen ordentlicher Arbeitsschutzkleidung dazu! 😉

Während der Zuckerkuchen, frisch ein unbeschreibliches „Gedicht“, bereits verkauft wird, müssen die Pflaumen noch mit Streuseln „dekoriert“ und der Kuchen abgebacken werden.

Am Samstag war das Wetter, insbesondere am Nachmittag, recht windig und kühl, um so mehr muss man bewundern, mit welcher Freude und Freundlichkeit verkauft wurde. Herzlichen Dank dafür!

Am Sonntag wurde das Backhaus vom Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda (Schwarzkollm ist ein Ortsteil), Herrn Torsten Ruben-Zeh, besucht. Über das Engagement der fleißigen Helfer hat er sich besonders gefreut und allen Beteiligten herzlich gedankt. (Bild: v.l.n.r.: Tobias Zschieschick, Evgenia Ruban, Bernd Wiesner, Torsten Ruben-Zeh)

Durch die Aktion wurde ein Erlös beim Verkauf von 1926,50 € erlangt und zusätzlich wurden noch 203,08 € in die Spendenbox eingeworfen.

Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön, auch im Namen des Geschäftsführers der Krabatmühle gGmbH, Tobias Zschieschick, für das Engagement und wir bleiben auch weiterhin solidarisch mit denen, die unsere Hilfe brauchen. In dem Sinne wünsche ich uns baldigen Frieden und eine gute Zeit!

Wer auch weiterhin mit Spenden unterstützen möchte, kann das gerne unter anderem über die Lebenshilfe Regionalvereinigung Kamenz-Hoyerswerdas e.V. hier tun:

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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So war es von…

…Anbeginn an gedacht: junge Menschen erfahren im Backhaus der Krabatmühle, dass das erfolgreiche Backen von Brot mit viel Handwerk zu tun hat, solides Wissen und Können erfordert.

Magdalena Schaffer, Mitarbeiterin für kulturelle Kinder- und Jugendbildung, geht nochmal ihre Vorbereitungen für den Theorieteil durch, etwas Nervosität ist schon dabei. Schließlich soll es für die Schüler ein schönes und lehrreiches Erlebnis werden und es ist diesmal die Premiere für die Veranstaltung.

Behältnisse mit den unterschiedlichen Backzutaten stehen schon bereit, ob die Schüler alles kennen und erkennen werden?

Nach einer kurzen Begrüßung vor dem Eingang des Backhauses geht es gleich an den Ofen.

Rico Ziegenbalg, der Bäcker von der Krabatmühle, erklärt den Schülern die wesentlichen Merkmale und Besonderheiten des Lehmbackofens. Anschließend ging es in der Backstube zunächst um „Materialkunde“. Welche Mehle, Gewürze und sonstige Zutaten gibt es und welche gehören unbedingt in ein Brot?

Erstaunlich, wie viel die Kinder schon wissen. Ein kleiner Junge stellte sich als besonders guter Auskenner heraus – ob er aus einer Bäckerfamilie kommt?

Nach der kurzen Theorieeinführung wurde die Schutzkleidung angelegt und dann ging es hurtig an das Bereiten des Brotteiges.

Während man beim Kochen schon an der einen oder anderen Stelle bei der Zusammensetzung der Speisen ziemlich kreativ sein kann und auch die Mengen nicht ganz so exakt einhalten muss, ist es beim Backen anders. Soll das Gebäck gelingen, muss man sich genau an das Rezept halten, sonst geht es schief! Also wird nach Rezept exakt abgewogen!

Der Teig ist grob gemischt, den Rest dürfen die jungen Bäcker, um auch etwas Teiggefühl zu bekommen, nun händisch machen.

Mit etwas Hilfe gelang es allen, eine schöne Teigkugel zu formen, die dann im Gärschrank Zeit zum Gehen bekam. Zwischenzeitlich wurde der Ofen ausgeräumt und konnte abstehen. Nach knapp einer Stunde Gehzeit wurden die Teiglinge eingeschossen, die jungen Bäckerinnen gingen Rico gut zur Hand.

In der Zeit, bis die Brote fertig abgebacken waren, gab es noch etwas Praxis zum „Müllerhandwerk“!

Mit der Steinmühle war das Mahlen der Körner einfacher als mit der „Kaffeemühle“ und am Stein war in der gleichen Zeit die Mehlausbeute auch größer.

Damit die Anwesenden sehen konnten, dass sich Rico tatsächlich über das Ergebnis freut, musste die Maske kurz nach unten wandern! 😉

Der Umgang mit dem Schießer hat durch den langen Stiel seine Tücken, das erfuhr eine Betreuerin beim praktischen Versuch ein Brot aus dem Backraum zu „fischen“!

Damit auch jeder tatsächlich „sein“ Brot nach dem Auskühlen erhält, wurden die Laibe mit Namensschildern gekennzeichnet.

Ich hatte den Eindruck, dass die Kinder von der Arche und der Mädchenbude im Mehrgenerationenhaus Lauchhammer im Rahmen der Feriengestaltung einen schönen Backtag erlebt haben.

Herzlich Micha – Der Brotbäcker

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