Tag des deutschen Brotes

Seit bereits 10 Jahren wurde er auch am 18.05. wieder begangen, der „Tag des Deutschen Brotes“. Zufällig habe ich am 17.05.2022, dieses Jubiläums unbedacht, wieder einmal meinen Backofen angeheizt.

Gebacken hatte ich in den letzten Monaten schon öfter, ohne hier zu berichten. Aber diesmal soll es aus gegebenem Anlass wieder einen Bericht geben.

Der Ofen wurde früh gegen 08:00 Uhr angeheizt und hatte recht bald eine ordentliche Teperatur erreicht.

In der Backstube hatte ich, teilweise schon am Vorabend, die erfoderlichen Vorbereitungen getroffen.

Der Sauerteig wurde angesetzt…

…Sonnenblumenkerne eingeweicht…

…Mehl, Salz und Gewürze abgewogen!

Ordentlich geknetet…

… wurden die fürs jeweilige Brot erfoderlichen Teigmengen abgewogen auf kamen auf die vorbereitete Arbeitsfläche…

…und zu Laiben gewirkt in die Gärkörbe!

Nach gut einer Stunde waren die Teiglinge gut gegangen und durften eingeschossen werden.

Der erste Blick in den Ofen nach wenigen Minuten ließ schon erkennen, es wird wieder ein leckeres Brot geben – der Duft war schon betörrend!

Nach gut 55 Minuten Backzeit war ich mit meinem Roggenmischbrot zufrieden.

Und um den Backtag zu versüßen, hat meine Frau wunschgemäß und zum Saisonauftakt noch einen leckeren Rhabarberkuchen vorbereitet.

Mit der vorhandenen Restwärme wurde er abgebacken. Auch dieser Duft ist immer wieder verführerisch und lässt es einen kaum erwarten, dass der Kuchen angeschnitten werden kann.

Damit hatte der Tag seinen würdigen Abschluss gefunden und ich war zufrieden.

Ich wünsche eine gute Zeit bei bester Gesundheit und all denen, die momentan etwas kränkeln gute und schnelle Besserung!

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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Menschlichkeit

Krieg ist grausam und durch NICHTS zu rechtfertigen! Mein Blog ist unpolitisch, aber die Menschlichkeit darf nicht auf der Strecke bleiben. Krieg ist grausam und trifft die Ärmsten der Armen, Behinderte, Frauen und Kinder am härtesten. Um diesen Menschen, die auf der Flucht nach Deutschland gekommen sind, wenigsten etwas zu helfen, habe auch ich mich alleine und mit Freunden in den letzten Tagen engagiert.

Die AWO Hoyerswerda hatte zu Spenden für die Menschen aus den Kriegsgebieten aufgerufen. Das Echo war so überwältigend, dass nach wenigen Tagen zunächst eine Pause bei der Annahme von materiellen Spenden eingelegt werden musste. Finanzielle Unterstützung ist jedoch auch weiterhin willkommen!

Unsere Kinder und Verwandten haben Kindersachen und wir Gästebetten, Haushaltswäsche und -uten-silien zusammengetragen.

Wie im gesamten Bundesgebiet unterstützen auch in Hoyerswerda viele weitere Initiativen, Vereine, Einrichtungen und Privatpersonen die Behörden bei der Betreuung der Flüchtlinge.

Die Krabatmühle wird seit Jahren bei Spenden und Leistungen durch die Solidarität von Gästen, Handwerkern, Wandergesellen und anderen in ihren Vorhaben solidarisch unterstützt. Kein Wunder, dass man hier den Solidargedanken selbst lebt und Flüchtlinge unterstützen möchte.

Deshalb wurde am Samstag und Sonntag mit vielen fleißigen Helfern gebacken und der Erlös ging an den Lebenshilfe Regionalvereinigung Kamenz – Hoyerswerda e.V.

Rico, der Bäcker vom Backhaus der Mühle, hatte an beiden Tagen jeweils gegen fünf Uhr den Backofen angeheizt.

Umfangreiche organisatorische Dinge waren schon im Vorfeld geklärt worden, Bäcker angesprochen, Helfer eingeteilt und Mehl besorgt. Die Bäcker/Helfer haben an beiden Tagen unentgeltlich unterstützt. Die Sollschwitzer Mühle Bresan spendete das Mehl!

Damit war die wichtigste „Zutat“ zum Gelingen der Backtage vorhanden, denn den Rest hatte Rico bereits in den Tagen davor besorgen lassen.

Während in der Backstube noch ein zweiter Backgang mit Brot und Kuchen vorbereitet wurde, kamen auch die Helfer für den Verkauf.

Bernd Wiesner, Vorstandsvorsitzender des Lebenshilfevereins, engagierte sich an beiden Tagen beim Verkauf, dabei wurde er von Frauen seines Vereins und vom Krabatmühlenverein tatkräftig unterstützt! Frau Solveig Hellwig gehörte an beiden Tagen zum fleißigen Verkaufsteam. Damit alles auch seine Richtigkeit hat, gehört das Anlegen ordentlicher Arbeitsschutzkleidung dazu! 😉

Während der Zuckerkuchen, frisch ein unbeschreibliches „Gedicht“, bereits verkauft wird, müssen die Pflaumen noch mit Streuseln „dekoriert“ und der Kuchen abgebacken werden.

Am Samstag war das Wetter, insbesondere am Nachmittag, recht windig und kühl, um so mehr muss man bewundern, mit welcher Freude und Freundlichkeit verkauft wurde. Herzlichen Dank dafür!

Am Sonntag wurde das Backhaus vom Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda (Schwarzkollm ist ein Ortsteil), Herrn Torsten Ruben-Zeh, besucht. Über das Engagement der fleißigen Helfer hat er sich besonders gefreut und allen Beteiligten herzlich gedankt. (Bild: v.l.n.r.: Tobias Zschieschick, Evgenia Ruban, Bernd Wiesner, Torsten Ruben-Zeh)

Durch die Aktion wurde ein Erlös beim Verkauf von 1926,50 € erlangt und zusätzlich wurden noch 203,08 € in die Spendenbox eingeworfen.

Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön, auch im Namen des Geschäftsführers der Krabatmühle gGmbH, Tobias Zschieschick, für das Engagement und wir bleiben auch weiterhin solidarisch mit denen, die unsere Hilfe brauchen. In dem Sinne wünsche ich uns baldigen Frieden und eine gute Zeit!

Wer auch weiterhin mit Spenden unterstützen möchte, kann das gerne unter anderem über die Lebenshilfe Regionalvereinigung Kamenz-Hoyerswerdas e.V. hier tun:

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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So war es von…

…Anbeginn an gedacht: junge Menschen erfahren im Backhaus der Krabatmühle, dass das erfolgreiche Backen von Brot mit viel Handwerk zu tun hat, solides Wissen und Können erfordert.

Magdalena Schaffer, Mitarbeiterin für kulturelle Kinder- und Jugendbildung, geht nochmal ihre Vorbereitungen für den Theorieteil durch, etwas Nervosität ist schon dabei. Schließlich soll es für die Schüler ein schönes und lehrreiches Erlebnis werden und es ist diesmal die Premiere für die Veranstaltung.

Behältnisse mit den unterschiedlichen Backzutaten stehen schon bereit, ob die Schüler alles kennen und erkennen werden?

Nach einer kurzen Begrüßung vor dem Eingang des Backhauses geht es gleich an den Ofen.

Rico Ziegenbalg, der Bäcker von der Krabatmühle, erklärt den Schülern die wesentlichen Merkmale und Besonderheiten des Lehmbackofens. Anschließend ging es in der Backstube zunächst um „Materialkunde“. Welche Mehle, Gewürze und sonstige Zutaten gibt es und welche gehören unbedingt in ein Brot?

Erstaunlich, wie viel die Kinder schon wissen. Ein kleiner Junge stellte sich als besonders guter Auskenner heraus – ob er aus einer Bäckerfamilie kommt?

Nach der kurzen Theorieeinführung wurde die Schutzkleidung angelegt und dann ging es hurtig an das Bereiten des Brotteiges.

Während man beim Kochen schon an der einen oder anderen Stelle bei der Zusammensetzung der Speisen ziemlich kreativ sein kann und auch die Mengen nicht ganz so exakt einhalten muss, ist es beim Backen anders. Soll das Gebäck gelingen, muss man sich genau an das Rezept halten, sonst geht es schief! Also wird nach Rezept exakt abgewogen!

Der Teig ist grob gemischt, den Rest dürfen die jungen Bäcker, um auch etwas Teiggefühl zu bekommen, nun händisch machen.

Mit etwas Hilfe gelang es allen, eine schöne Teigkugel zu formen, die dann im Gärschrank Zeit zum Gehen bekam. Zwischenzeitlich wurde der Ofen ausgeräumt und konnte abstehen. Nach knapp einer Stunde Gehzeit wurden die Teiglinge eingeschossen, die jungen Bäckerinnen gingen Rico gut zur Hand.

In der Zeit, bis die Brote fertig abgebacken waren, gab es noch etwas Praxis zum „Müllerhandwerk“!

Mit der Steinmühle war das Mahlen der Körner einfacher als mit der „Kaffeemühle“ und am Stein war in der gleichen Zeit die Mehlausbeute auch größer.

Damit die Anwesenden sehen konnten, dass sich Rico tatsächlich über das Ergebnis freut, musste die Maske kurz nach unten wandern! 😉

Der Umgang mit dem Schießer hat durch den langen Stiel seine Tücken, das erfuhr eine Betreuerin beim praktischen Versuch ein Brot aus dem Backraum zu „fischen“!

Damit auch jeder tatsächlich „sein“ Brot nach dem Auskühlen erhält, wurden die Laibe mit Namensschildern gekennzeichnet.

Ich hatte den Eindruck, dass die Kinder von der Arche und der Mädchenbude im Mehrgenerationenhaus Lauchhammer im Rahmen der Feriengestaltung einen schönen Backtag erlebt haben.

Herzlich Micha – Der Brotbäcker

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Wieder geht ein Jahr …

…zu Ende und ich habe in den letzen Wochen den Blog aus verschiedenen Gründen etwas vernachlässigt! Trotzdem wurde fleißig gebacken.

Mehrfach gab es unter anderem auch dieses Roggenmischbrot bei mir. Mein Freund Ingo war ebenfalls sehr fleißig.

Hier hat er neben dem Brot noch leckeren Mohnstollen gebacken.

Auch wenn ich drei mal geimpft bin, die Möglichkeiten, seine Zeit mit Kultur zu verbringen sind ja leider sehr begrenzt. Um trotzdem etwas Abwechselung zu erleben, habe ich verschiedene Stellen bereist und versucht, etwas vorweihnachtliche Stimmung einzufangen.

Leider ist die Krabatmühle momentan aufgrund der Coronavorschriften nur beschränkt für Gäste geöffnet.

Auf dem Weg zur Krabatmühle kommt man durch Bröthen und kann auf dem Platz vor dem Gemeindehaus diese schöne Pyramide in Aktion beobachten.

Bei einem Ausflug in die Lessingstadt Kamenz haben wir diese weihnachtliche Dekoration entdeckt.

Teilweise etwas überladen, allerdings haben die Augen der anwesenden Kinder geleuchtet! Und damit ist wohl das Wichtigste erreicht! 😉

Bunt und ansprechend ist auch die Dokoration im Hoyerswerdaer Lausitzcenter und hier leuchten nicht nur Kinderaugen!

Ich wünsche allen Lesern eine besinnliche Vorweihnachtszeit, frohe und gesunde Weihnachts-tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mögen wir alle unbeschadet durch diese unsägliche Pandemie kommen und im neuen Jahr wieder ein befreites Leben genießen!

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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Auch der lange Weg…

…ist irgendwann absolviert und man hat das Ziel erreicht! (Teil 2)

Zwei Vertreter aus der kommunalen Politik (hier die Herren Stadträte Hirche und Haenel) vor dem offiziellen Eröffnungsakt im Gespräch mit Tobias Zschieschick.

Handwerker, Unterstützer, Vereinsmitglieder, Freunde, Sponsoren und Gäste in Erwartung des offiziellen Teils der Veranstaltung.

Unter den Gratulanten waren Verteter der Kommune, des Handwerks, der Vereine und Institutionen. Unter anderem überbrachte Michael Schlappa, Bäcker in Räckelwitz und Vertreter der Bäckerinnung Bautzen, die besten Wünsche fürs weitere Gelingen des Projektes „Backhaus an der Krabatmühle“.

Ein besonders weit gereister Gast war der 2. Bürgermeister der Partnergemeinde von Schwarzkollm, Herr Jürgen Weigel aus Heinersreuth, hier im Gespräch mit der Ortsvorsteherin Claudia Jurisch. Er war letztmalig 2019 in Schwarzkollm und nun vom Projekt Backhaus richtiggehend begeistert.

Olaf Giertz, der Ofenbauer aus der Nähe von Wismar, hat es sich ebenfalls nicht nehmen lassen und wohnte der offiziellen Einweihung bei. Hier mit dem Vertreter der Firma Wolfhöher Tonwerke, Herrn Kindermann, der selbst an den Arbeiten beteiligt war. Er unterstütze Olaf Giertz zeitweise beim Bau des Backofens.

Auch ganz wichtige Partner in der zuküftigen Arbeit waren anwesend. Die Müllerfamilie Beate und Robert Bresan aus Sollschwitz liefert zukünftig die fürs Backen benötigten Mehle.

In Seiner Rede bedankte sich Tobias Zschieschick bei allen, die bis zum jetzigen Zeitpunkt dazu beigertragen haben, dass das Projekt so erfolgreich realisiert werden konnte. Man möge es mir nachsehen, dass ich hier viel zu viele nicht genannt habe. Wer nachlesen möchte, wer am Projekt alles beteiligt war, kann das hier und vor Ort tun!

Der ehemalige Obermeister der sächsischen Bäckerinnung, Herr Roland Ermer war vom Backhaus begeistert. Er unterstütze das Projekt von Beginn an und gab für die Ausstattung und Nutzung der Backstube einige gute Ratschläge. Gestern sah er, was daraus schlussendlich geworden ist.

Rico Ziegenbalg, der als Bäcker die Backstube zukünftig fachlich leiten soll, gab für die anwesenden Gäste eine entsprechende Arbeitsprobe ab.

Im Anschluß an die Reden und Vorführungen im Backhaus, gab es neben einem kleinen Imbiss für die anwesenden Gäste und Gelgenheit sich in gemütlicher Runde auszutauschen.

Da mir persönlich an dem Projekt und seiner erfolgreichen Fortführung sehr gelegen ist, wünsche ich allen Verantwortlichen und den beim weiteren Betreiben des Backhauses Mitwirkenden Ideenreichtum bei der Projektgestaltung, interessierte Gäste aller Altersgruppen viel Erfolg bei der Realisierung der Backvorhaben. Soweit es mir möglich ist, werde ich mich natürlich auch weiterhin einbringen.

Ich wünsche eine gute Zeit und vielleicht treffen wir uns bei Gelegenheit an der Krabatmühle, wohin ich Sie/Euch recht herzlich einlade.

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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