Übung macht…


…den Meister, heißt es nicht nur landläufig, sondern es beweist sich auch in der Praxis.

Der gestrige Backtag wurde bereits vorgestern am späten Nachmittag vorbereitet, Sauerteig angesetzt und das Kochstück bereitet. Gestern dann habe ich nach dem Anheizen des Ofens alles bereit gestellt.

Der Sauerteig war über Nacht bereits gut gegangen,…

…Sonnenblumenkerne und Leinsamen wurden gebrüht…

…und das Kochstück, wie gesagt bereits am Vorabend angerührt.

Da ich den Ofen am Vorabend schon vorgeheizt hatte, war die Temperatur am Backtag schnell gestiegen. Nach gut 1,5 Stunden zeigte das Thermometer fast 500 Grad C.

Nachdem die Glut weiter herunter gebrannt war, wurde ausgeräumt und der Ofen zur Aufnahme der vorbereiteten Backformen fertig gemacht.

Ich hatte bei den Teiglingen etwas mehr Ofentrieb erwartet, aber irgendwie hat das nicht so geklappt wie erhofft.

In der Zwischenzeit hat meine Frau Kuchen vorbereitet, so dass ich nach dem Brot gleich weiter backen konnte. Ich liebe die knackigen Streusel – auf Sauerkirsch- und auf Mohnkuchen.

Zur Probe wurden aus dem Restteig zwei kleine Zöpfe und eine Teigtasche geformt.

Das Brot war nach gut 55 Minuten abgebacken und optisch und geschmacklich recht gut gelungen.

Die Krume hätte aus meiner Sicht noch etwas luftiger sein können, aber wie war das mit der Übung?

Ein schönes, erholsames und frohes Osterfest wünsche ich allen Lesern und verbleibe mit herzlichen Grüßen als Micha – Der Brotbaecker

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Speisen wie die Fürsten…


…konnten wir am 21. März diesen Jahres. Unter dem Motto ‚Kulinarischer Abend – Leibgerichte August des Starken‘ hatten Andreas Vater und sein Team in das „Haus des Müllers“ an der Krabatmühle Schwarzkollm geladen.

Vor dem Restaurant wurden die Gäste von Hofdamen am Glühweinkessel empfangen und im Restaurant war die Tafel bereits festlich gedeckt.

Ursula Katharina, Reichsfürstin von Teschen (Cornelia Schnippa) war gerade im Begriff, die anwesenden Gäste zu begrüßen, als August der Starke plötzlich und „unerwartet“ erschien.

Die Reichsfürstin möge „nicht soviel quatschen!“, fuhr sie der Fürst (Steffen Urban) barsch an. „Das ist zu viel. Ich ziehe von dannen.“ Die Teschen räumte traurig enttäuscht das Feld und der Fürst lief zur Hochform in Sachen Eigendarstellung auf.

Schließlich ist er der Herr im Lande und hat die Teschen bereits vor geraumer Zeit in die Provinz „verbannt“.

Das Volk wurde indes aus der Küche mit einem „Unter Rauch abgehangenem Schinken vom sächsischen Wild mit gebratenem Blumenkohl und gelber Tunke“  froh gestimmt. Als zweiten Gang gab es eine „Barocke Roulade von der Lachsforelle aufgegossen mit Weinsuppe“.

Zwischen den Gängen unterhielt August der Starke das Volk mit zahlreichen Episoden und Geschichten. Damit waren alle Gäste nicht nur mit köstlichen Speisen versorgt, sondern auch mindestens genauso gut unterhalten und sie amüsierten sich wunderbar.

Im Hauptgang servierte die Hofküche einen „Rücken vom Kalb, welcher sanft am Stücke, über Stunden bei niedriger Temperatur, in der höfischen Küche im Ofen verweilte und im Anschluss mit Spargel, Orangen, Tartuffeln und Rahm leiert wurde“.

Natürlich stellte der Restaurantchef persönlich  dem Fürsten und den Gästen jeden Gang  ausführlich vor. So auch die „Holunderblütenbaba auf weißer Schokoladensoße“ zum Abschluss des kulinarischen Abends.

Dass ein solch schöner Abend nicht nur von einer Person vor- und zubereitet werden kann, war den Gästen selbstverständlich bewusst. Eine tolle Geste war es deshalb, dass die beteiligten Köche und Servicemitarbeiterinnen vorgestellt wurden.

August der Starke und die Gäste bedankten sich mit einem kräftigen Applaus für einen sehr schönen und genüsslichen Abend.

Gern werden wir die kulinarische Kunst bei weiteren Besuchen genießen. Bis dahin beste Empfehlung und herzlichen Dank sagen Micha – Der Brotbaecker un sin Fru

 

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Ende in Sicht – leider!


Wir haben in diesem Jahr wieder einmal Kamelien an verschiedenen Standorten besucht. Über das Kamelienhaus in Roßwein habe ich bereits vor ein paar Wochen berichtet.

Inzwischen waren wir auch in den Botanischen Gärten Berlin-Dahlem…

…und München.

Neben der Besichtigung der vielen, vielen prächtigen botanischen Schönheiten…

…haben wir natürlich auch dort nach den Kamelien gesucht. Wir haben sie gefunden.

Schöne Pflanzen mit wunderbaren Blüten, allerdings in Menge und Größe nicht so üppig und nicht so alt, wie die in den sächsischen Kamelienhäusern.

Heute habe ich nun den Saisonabschlußbesuch im heimatnahen Königsbrück gemacht. Es war eine herrliche Pracht und so blütengeladen habe ich das Kamelienhaus in den letzten Jahren noch nicht gesehen.

Die Mitglieder des Heimatvereins Königsbrück kümmern sich nicht nur in mühevoller Arbeit im Verlauf des Jahres darum, dass es den Pflanzen gut geht, sondern opfern auch sehr viel Freizeit dafür, dass während der Blütezeit jeweils sonntags  den Besuchern Eintritt in das Kamelienhaus gewährt wird. Dafür an dieser Stelle von mir ein herzliches Danke!

Eine Blüte schöner als die andere und die Menge an Blüten einfach fantastisch.

Bis Ostern werden die Schönheiten wohl noch zu besichtigen sein, dann dürften die Blüten langsam deutlich weniger werden. Spätestens in der nächsten Saison werde ich wieder schauen.

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Ich wünsche ein gute Zeit! Herzlich Micha – Der Brotbaecker

PS.: Neben der botanischen Pracht konnte ich auch noch die Blogfreundinnen Bärbeli und Träumerle mit ihren Partnern treffen! War ein lustiger Nachmittag – Danke!

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Kurzbesuch


Ingo hatte heute ein Probebacken mit zwei neuen Rezepten und ich konnte ihm leider nur einen Kurzbesuch abstatten.

Die Wurzelbrote waren bereits fertig. Sie waren schön aufgegangen und beim Anschnitt zeigten sie eine gute gleichmäßige Porung.

Die Wurzelbrote wurden aus einem Vorteig, Weizensauer und einem Anteil Dinkelmehl nach langer kalter Führung mit Weizenmehl 550 gebacken. Geschmacklich waren sie in Ordnung, hätten nach meiner Meinung aber auch gerne noch etwas mehr an Charakter vertragen. Der Maisgries auf der Kruste sorgte zwar beim Biss für ein gutes Mundgefühl, geschmacklich war er mir allerdings zu mild. Aus meiner Sicht würden Rosmarin, Oliven oder ähnliche Zugaben die Wurzeln noch deutlich interessanter machen.

Mit Griebenschmalz verkostet war die Wurzel dann allerdings insgesamt schon ein kleines Gedicht 😉

Rundes Weizenmischbrot mit Weizensauer, Vorteig, etwas Roggen- und Dinkelmehl. Der Teig wurde lang kalt geführt. Der Ofentrieb war in Ordnung und nach dem Anschnitt zeigte sich eine gleichmäßige feine Porung.

Geschmacklich angenehm mild war auch dieses Brot gelungen. Nicht ganz zufrieden war Ingo mit der Kruste, die wünschte er sich noch ein wenig knuspriger. Da werden wir wohl noch ein wenig experimentieren müssen. Beim Backen in einem Steinbackofen muss manche Erfahrung einfach experimentell gemacht werden. Ich bin sicher, wir werden mit der Zeit herausfinden, was besser gemacht werden muss, oder es hat  jemand bereits jetzt einen guten Rat! Dann bitte im Kommentar mitteilen, wir nehmen es dankbar an.

Bis demnächst euer Micha – Der Brotbaecker

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Manchmal…


…verpasst man die kleinen Höhepunkte des Lebens einfach! 😉
Habe gerade festgestellt, dass ich am 13.02.2007, um 20:54 Uhr meinen ersten Blogeintrag getätigt habe. Das war damals noch unter „Myblog“, wobei mich dort bislang insgesamt 75.150 Besucher beehrt haben. Zum 1. September 2010 erfolgte dann der Wechsel zu WordPress. Die Besucherzahl schwankt seitdem im Durchschnitt zwischen 20 – 50 am Tag.
Ich danke allen Besuchern für das Interesse und hoffe auf weiteren Zuspruch.
Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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Heimatkunde


Für 2018 habe ich mir vorgenommen, etwas mehr in unserer Gegend unterwegs zu sein. Ich möchte die Veränderungen, die in den letzten Jahren an mir arbeitsbedingt teilweise vorbei gegangen sind, „erforschen“ und mein heimatkundliches Wissen wieder auf den aktuellen Stand bringen.

In der Folge des Braunkohlebergbaues haben sich beträchtliche Veränderungen in der Landschaft vollzogen. Mehrere Badeseen sind in Planung, werden befüllt oder sind schon freigegeben.

Die „Drei Weiber“ gaben dem See am Rand der Gemeinde Lohsa seinen Namen.

Während an der Weißkollmener Seeseite (linksseitig gegenüber) in den Sommermonaten bereits seit ein paar Jahren reger Badebetrieb herrscht, versucht man in einem Pilotprojekt auf der Lohsaer Seite dem Problem der dort auftretenden Verockerung zu Leibe zu rücken.

Die Ursachen sind wohl noch nicht genau klar. Liegt es nur am Untergrund, an unterschiedlichen Strömungs-  und/oder insgesamt an den hydrologischen Verhältnissen. Deshalb versucht man in einem Pilotvorhaben herauszufinden, welche der drei geplanten Varianten mit den verschiedenen Lösungsansätzen das Problem erfolgreich beseitigen oder zumindest eindämmen kann.

Eine erfolgreiche Sanierung dieses Uferbereiches wird nicht nur die Betreiber dieser gastronomischen Einrichtung freuen.

Ob von dort oben dirigiert wird oder andere Zeichen gegeben werden, habe ich nicht herausgefunden. Das Restaurant in der Pyramide hat in der Winterzeit nur an den Wochenenden und zu geplanten Veranstaltungen geöffnet, deshalb konnten wir es diesmal nicht testen.

Für mich als Zaungast machte alles einen recht ordentlichen Eindruck und wir werden sicher bei wärmeren Temeperaturen, wenn es auf der Terrasse gemütlicher ist, die Gastronomie testen.

Bei dieser Gelegenheit werde ich auch nachschauen, wie es sich an der Strandbaustelle bis dahin entwickelt hat.

Ich wünsche einen guten Einstieg in die Fastenzeit. Bei mir ist am Freitag wieder ein Backtag angesagt.

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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Antiquarische Schönheiten…


… sind wieder an den historischen Kamelienstandorten in Sachsen zu bewundern.  Vor über 20 Jahren waren wir erstmals an der Kamelie in Roßwein und wollten nun wieder einmal schauen, wie es im dortigen Kamelienhaus ausschaut.

Soweit ich mich erinnere, führte uns damals der Weg  noch direkt am Bad vorbei über das Wolfstal zum Kamelienhaus. Diesmal gab es einen neuen Zugang über diese Stiege zwischen zwei Feldern.

Im Dezember 2000 wurde die Roßweiner Kamelie als Kulturdenkmal anerkannt.

Betreut wird das Kamelienhaus vom Heimatverein und der Stadt Roßwein.

Die Roßweiner „Alba plena“ soll nach der bekannten Pillnitzer Kamelie die Zweitälteste nördlich der Alpen in Europa sein.

Im Haus gibt es neben der Großen auch noch eine Reihe kleinerer Exemplare verschiedener Kamelien.

Ein Besuch lohnt sich, zumal die anwesenden Mitglieder des Heimatvereins sehr kompetent Auskunft zur Geschichte und Tipps zur Kultivierung und Pflege von Kamelien in der heimischen Umgebung geben.

Eine gute Zeit wünscht Micha – Der Brotbaecker

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Zampern


Diese alte sorbische Tradition wird in vielen Gemeinden der Lausitz auch heute noch aktiv gepflegt. In Maukendorf wird das Zampern alljährlich praktiziert und es ist ein Höhepunkt im Dorfleben.

Das aktive Leben im Dorf wird oft und maßgeblich von der Freiwilligen Feuerwehr und verschiedenen Vereinen geprägt. Das ist auch in Maukendorf nicht anders. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und die Mitglieder des Dorfklubs sind beim Zampern besonders stark engagiert und sorgen für das gute Gelingen.

Die Gulaschkanone wurde am Gemeindehaus in Stellung gebracht und angeheizt.

Ingo ist mit seinem Brotstand bereits zum vierten Mal mit dabei.

Da das Backwerk frisch sein soll, muss bereits am Vorabend viel vorbereitet und bis in die späte Nacht hinein gebacken werden.

Diesmal hat Ingo zwei Sorten Brot und drei verschiedene Kuchen gebacken.

Sauerteig, gekochte Kartoffeln, Brühstück und Saaten sind für die Verarbeitung in den Teigen vorbereitet. Der Ofen hat die erforderliche Temperatur erreicht.

Während der Teig noch knetet, geht es an den Ofen…

…und er wird ausgeräumt. Bei Ingo fällt die Glut in einen Schacht unter dem Backraum, so kann die Temperatur der Glut beim Backen nach genutzt werden.

In der Zeit, in der der Ofen absteht, wurde der erste Brotteig bereitet und die Teiglinge zur Gare gestellt.

Im Gärschrank wird noch ein wenig Dampf erzeugt und das Kartoffelbrot steht auf Gare.

Während des Backens hat der Ofen einen Teil seiner Hitze verloren.

Damit auch das nächste Backwerk gelingt, wurde vor dem nächsten Backgang noch einmal nachgeheizt.

Glut vom vorhergehenden Heizgang konnte aus dem unteren Schacht herausgeholt und auf das neu eingeschlichtete Holz als Anzündquelle gegeben werden.

In einer Hobbybackstube viel Arbeit, die sich bis 01:00 Uhr hingezogen hat. Ob das die Brotkunden mit einem guten Abverkkauf honorieren, wird sich zeigen.

Auch wenn es beim heutigen Winterwetter keine Minusgrade gab, wurde es mit der Zeit ziemlich frisch und eine kräftige Mahlzeit aus der Gulaschkanone der Feuerwehr war bei vielen Dorfbewohnern herzlich willkommen. Es gabt schmackhafte Erbsensuppe…

…und/oder Eisbein mit Sauerkraut.

Dazu das frische Brot aus Ingos Ofen und wer dann auch noch was Süßes wollte, der nahm etwas vom leckeren Kuchen mit nachhause.

Die Zamperer zogen in der Zwischenzeit von Haus zu Haus,…

…wo sie offensichtlich ebenfalls gut versorgt wurden und bei bester Stimmung musizierten und sangen.

Neben verschiedenen Phantasiefiguren nahmen auch der Braschka und ein „Hochzeits-paar“ am Maukendorfer Zamperzug teil. Eine bunte und lustige Gesellschaft.

Eine große Gesellschaft, die sich dem Fotografen zum Abschied in einer kompakten Aufstellung präsentierte. Dafür danke ich nochmals recht herzlich und wünsche allen eine gute Zeit!

Micha – Der Brotbaecker

PS.: Hier gibt es einen schönen Filmbericht zum Zampern, zwar nicht in der Lausitz, trotzdem informativ.

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Seit mehreren Jahren schon…


…erfreuen uns die mittlerweile insgesamt 11 Kamelien in unserem Wintergarten.

So viele Knospen, die dann auch tatsächlich aufblühen und nicht abfallen, hatten wir bisher noch nie.

Das richtige Übersommern der Kamelien ist immer eine wesentliche Voraussetzung für den Blüherfolg. Ein optimaler Standort und die angemessene Pflege – insbesondere das regelmäßige und durchdringende Gießen ohne Staunässe – sind Grundlage für einen reichhaltigen Knospenansatz. Fehler hierbei verzeihen Kamelien leider nicht und die Auswirkungen zeigen sich meist erst Monate später.

Im vorigen Sommer war das oft regnerische Wetter offensichtlich sehr hilfreich.

Dieses Reinweiß ist einfach fantastisch!

Wären da nicht noch andere Aufgaben, könnte ich mich an dieser Blütenpracht täglich und stundenlang erfreuen.

Mal schauen, ob wir es in den nächsten Wochen schaffen, wieder einige von den sächsischen Kamelienstandorten zu besuchen. Königsbrück, Pillnitz, Pirna-Zuschendorf und Roßwein stehen zur Auswahl. Vielleicht trifft man sich.

Bis dahin eine gute Zeit wünscht Micha – Der Brotbaecker.

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Brot im Steinofen zu backen… (Teil 2)


…macht zwar Mühe, aber in Gemeinschaftsarbeit bereitet es auch große Freude! Interessant ist es, wenn man einen neuen Ofen „einbäckt“. Noch weiß man nicht, wie er sich beim Beheizen verhält. Wie wird die Hitzeverteilung zwischen den beiden Backflächen sein? Wie lange bleibt die Temperatur stabil und wie verläuft ihr Abfall?  Zwar gab es schon vor paar Wochen einen Probebacktag, am 03.12.2017 wollte man es aber noch genauer wissen.

Am Vorabend wurden bereits Sauerteig, Brühstück und Vorteig angesetzt. Die Behälter wurden nach dem Fotografieren natürlich abgedeckt.

Zum Backen wurde das Mehl in der eigenen Mühle gemahlen.

Alle Zutaten befinden sich am Morgen im Kneter und es geht mit der leistungsfähigen Maschine an die Teigbereitung. Gebacken werden soll Vollkorn- und Weizenmischbrot.

Am Backtag durfte Ingos Bruder der „Abwieger“ sein. Hier erfuhr er, dass der Lehm, den er sonst beim Ofenbau verwendet, deutlich weniger klebt als der Teig. 😉

Ingo wirkt, wie er es vor Jahren gelernt hat, mit beiden Händen – und die Hände bleiben relativ sauber. Bevor die Gebäckstücke in den Ofen können, müssen sie im Gärschrank noch eine Weile gehen.

Unter dem Gärschrank (auf dem Bild nicht zu sehen) verläuft das Abgasrohr des Bauernofens, der sich direkt daneben befindet. Im Winter kann dieses Rohr zusätzlich zur Erwärmung des Garraumes genutzt werden.

In den Garraum passen ca. 65 Brote.

Gebacken wurden insgesamt 30 Vollkornbrote und 25 Mischbrote. Die Vollkornbrote im oberen Backraum, Mischbrote unten.

Nachdem die Brote fertig gebacken waren, wurden von den Dorfbewohnern und Besuchern mitgebrachte Kuchen und Kleingebäcke abgebacken.

Alle Brote waren innerhalb einer Stunde ausverkauft. Ingos Bruder hatte etwas Pech, denn beim Verkauf hat er übersehen, dass das für ihn bereitgelegte Brot ebenfalls über die „Ladentheke“ gegangen war. Trotzdem war es insgesamt ein sehr gelungener Backtag, der allen Besuchern und Aktiven viel Freude bereitet hat. Das Backhaus hat seine Feuertaufe bestanden und man kann davon ausgehen, dass die Dorfgemeinschaft dort noch manches schöne Backerlebnis haben wird.

Dazu wünsche ich viel Erfolg und Freude. Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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