Klassentreffen


Klassentreffen sind immer wieder interessant. Nach fünfzig Jahren seit der Einschulung ist es schon erstaunlich zu sehen, wie sich die Lebensläufe der einzelnen Mitschüler erfüllten. Einige von ihnen leben leider schon nicht mehr. Das gibt – zumindest kurz – Anlass, über sein eigenes Leben zu reflektieren.

Gedanken die einem so in den ersten Minuten des Wiedersehens durch den Kopf sausen: Wer war das doch gleich? Mit wem war die verbandelt und wer von den Jungs wollte mit ihr gehen? Und, und, und… Also, mir fielen dann zumindest die Vornamen recht zügig ein, bei den Familiennamen war es schon deutlich schwieriger. Auch ist interessant, was aus den Einserschülern geworden ist und was heute die machen, die damals nicht ganz so helle erschienen. Manchmal schon seltsam, wie das Leben spielt.

Ein schöner und interessanter Abend war es und ich freue mich schon auf das nächste Treffen in fünf Jahren.

Bei dieser Gelegenheit habe ich natürlich auch gleich ein paar Orte aus der Jugendzeit aufgesucht.

Bei herrlichem Wetter waren wir auf den Höhen rings um Klingenthal/Vogtland unterwegs.

Im Hintergrund ist der Turm der Kampfrichter an der neuen Schanze – der Vogtlandarena zu erkennen.

Der helle Punkt in der Bildmitte ist der Kampfrichterturm der alten Aschbergschanze. Während die Schanze vor Jahren abgerissen wurde, blieb der Turm stehen. Die Gründe dafür habe ich nicht herausgefunden – vielleicht war das Geld alle!?

Während also die alte Anlage mehr oder weniger der Natur überlassen wird, hat man auf der gegenüberliegenden Seite mehrere Schanzen für den Nachwuchs gebaut. In Klingenthal gibt es die Eliteschule des Sports, da werden die Schanzen gut für die Ausbildung und das Training des Nachwuchses gebraucht.

Von hier ging es auf den Aschberg.

Die Jugendherberge auf dem Aschberg wurde in den letzten Jahren sehr schön modernisiert. Auch das Gelände ringsherum ist auf Gästebesuch eingestellt. Unweit von der Jugendherberge wird ein neues Haus gebaut.

Der Baustil ist den rauhen Bedingungen des Berges angepasst und die Bewohner werden vom Wohnzimmer, so wie es aussieht, einen prächtigen unverbauten Blick ins Tal haben.

Auf dem Gelände gegnüber der Jugendherberge befindet sich ein gemütlicher Imbiss. Daneben ist dieses Kunstwerk, das hier wohl vollendet wird zu sehen.

Das schöne Oktoberwetter haben auch Freunde dieser zweirädrigen Oldtimer zu einem Ausflug genutzt.

So ein Exemplar besaß ich mit 15 Jahren auch. Ach, was konnte man an dem SR herumbasteln. Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, was aus meinem Gefährt damals geworden ist.

Schön, dass es Leute gibt, die diese alten Gefährte pflegen und für die Nachwelt funktionstüchtig erhalten.

Vom Aschberg ging es noch kurz zu diesem Gebäude. Dieses Haus hat eine sehr wechselhafte Geschichte durchlebt. Nachdem es zunächst Bergschule gewesen war, wurde es zu einem Betriebsferienheim umfunktioniert und in den siebziger Jahren als Internat der EOS “Fritz Heckert” in Klingenthal genutzt. Nach der Wende war es dann kurzzeitig Gaststätte und  heute verfällt es.

Hier habe ich meine Abiturzeit verbracht und erinnere mich sehr gern an diese Zeit. Sowohl die Leiterin Frau B. als auch die “Küchenoma” (Namen habe ich leider vergessen) haben uns damals mütterlich umsorgt. Mittagessen gab es um 14:00 Uhr und wer später kam, fand sein Essen warmgehalten im Ofenrohr, wirklich wie bei Oma!

Einige hundert Meter oberhalb von der Bergschule, befand sich in dem Anbau und der unteren Etage dieses Hauses eine gemütliche Gaststätte. Gelegentlich, immer dann wenn es das Taschengeld zuließ, haben wir Abiturienten das “Kamerun” auf ein Bier und einen handgemachten Sauermilchkäse besucht. Das Käserezept war legendär und in der Gegend weit bekannt. Heute wird das Haus noch von der Tochter der ehemaligen Wirtsleute bewohnt. Die Gaststätte “Kamerun” gibt es nicht mehr.

Herzliche Grüße Micha – Der Brotbaecker

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Am Jahresende, zwischen den Feiertagen…


…erkundeten wir meinen derzeitigen Rehaort Burg/Spreewald. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch noch einen Ausflug nach Raddusch unternommen. Immer wenn wir die Autobahn nach Berlin fahren, kommen wir an der Slawenburg vorbei. Neugierig geworden, wollte ich mir das Bauwerk nun endlich einmal aus der Nähe ansehen.

Die ursprüngliche Brug von Raddusch entstand vermutlich um 880.

Raddusch liegt am südwestlichen Rand des Spreewaldes und man kann von dort sowohl mit dem Kahn, dem Kremser, einem Paddelboot oder auch mit dem Fahrrad alle Orte des Spreewaldes erreichen.

Die seit dem 8. Jahrhundert am Rande des Spreewalds ansässigen Lusizi erbauten nach heutigen Erkenntnissen etwa 50 solche Ringwallanlagen. Man nimmt an, dass die Burgen als Flucht- und Speicherorte dienten. Zu den Burgen gehörten zwei bis vier vorgelagerte Siedlungen. Ob die Burg selbst dauerhaft bewohnt wurde ist bei den Forschern umstritten. Im 10. Jahrhundert wurden, im Rahmen der kriegerischen Auseinandersetzungen während der Bildung des deutschen Reiches, die meisten Burgen zerstört.

Auf dem Weg zur Burganlage gibt es diese “Holzbauwerke” die von Kindern als Spielplatz genutzt werden dürfen.

Die Burg selbst wurde aus Holz, Erde, Sand und Lehm/Ton errichtet.

Die Burg ist außen mit einem Sohlgraben, der durch den Aushub des zum Bau verwendeten Erdreiches entstand, umgeben.

Im Inneren der Wallanlage gibt es, soweit ich das erforschen konnte archäologische Ausgrabungsstücke zu besichtigen. Da das nicht direkt unser Interessengebiet tangiert, war uns der Eintrittspreis von 7,00 € deutlich zu hoch.

Der Nachbau dieser slawischen Burganlage entstand, beginnend mit der Planung bis zur Vollendung in den Jahren 1994 bis 2003.

Und während ich mich hier im Spreewald etwas saniere, blühen zuhause die Kamelien.

Und nicht weniger erfreulich ist, dass sich diese Alpenveilchen bereits seit Mitte Dezember in der Vase prächtig halten.

Eine blütenstarke Zeit wünscht Micha – Der Brotbaecker

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2015 im Rückblick


Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 14.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 5 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Es ist soweit…


…unsere Kamelien fangen wieder mit der Blüte an:

Jedes Jahr freue ich mich, wenn es gelungen ist, die Schönen unbeschadet über den Sommer zu bekommen und sie Blütenknospen angesetzt haben.

Diese Blüte “schaut” genau an der Scheibe zum Wohnzimmer, deshalb spiegelt es ein wenig. Ist diese Blüte nicht eine Pracht?

Herzliche Grüße und alle guten Wünsche fürs neue Jahr sendet Micha – Der Brotbaecker

 

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Ein Ausflug ist die Sächsische Schweiz…


…allemal wert. Mit Freunden verbrachten wir bei wunderschönen Wetter ein Wochenende in Hinterhermsdorf. Von dort unternahmen wir einen Ausflug nach Sebnitz.

Ab 1834 ließen sich Blumenmacher aus Böhmen in Sebnitz und der Umgegend nieder. Innerhalb weniger Jahre erreichte die Kunstblumenherstellung große wirtschaftliche Bedeutung, mehr als 200 verschiedene Firmen beschäftigten sich mit dieser Kunst. Bis zur politischen Wende waren diese Betriebe die wichtigsten Arbeitgeber in der Stadt. Bereits 1876 zählte man in Sebnitz und Neustadt 2200 Beschäftigte in den dortigen Blumenfabriken.

1947 waren ca. 10.000 Menschen mit der Herstellung künstlicher Blumen, die hauptsächlich durch Handarbeit gekennzeichnet war, beschäftigt. 1990 waren es noch etwa 3200 Menschen, die im VEB Kunstblume Sebnitz Arbeit fanden.

Im Eisenkeller liegt der “Schatz von Sebnitz”. In der Wendezeit bestand die große Gefahr, dass die wertvollen Werkzeuge, die Voraussetzung für die Herstellung hochwertiger Kunstblumen sind, an “Interessierte” außerhalb Deutschlands verhökert wurden.

Die filigranen Werkzeuge, gutes Material und geschickte Hände sichern eine ausgezeichnete, naturnahe Nachbildung der Blumen.

Unzählige geübte Handgriffe sind erforderlich, bis eine Blüte oder ein naturgetreues Blatt entstehen.

Welches Material eingekauft und was daraus produziert wurde, widerspiegelt die akribische Buchhaltung. Und das sind einige der Meisterwerke, die uns besonders beeindruckt haben.

Natur “Mensch” trifft Natur “Pflanze” – wunderschön!

Auch für festliche Anlässe wurde produziert.

Und derer gab und gibt es einige ;-) Wo bekomme ich denn 2016 nur einen Rubin her?

Wunderschön anzusehen waren auch diese Kleinode.

Möge das neue Jahr für Euch ausschließlich so herrlich bunte und schöne Blüten bereithalten. Das wünschen herzlich

Micha – Der Brotbaecker un sin Fru

 

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Ein frohes Weihnachtsfest…


weihnachtsgruss2015_blog.jpg

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Das Jahr neigt sich dem Ende…


…zu und es wird allerhöchste Zeit einige Dinge aus den vorangegangenen Wochen hier aufzuarbeiten. Da die Außenarbeiten weitestgehend abgeschlossen sind, bleibt mehr Zeit für den Rechner. Ich hoffe, ich schaffe bis Weihnachten noch zwei, drei Beiträge.

Die Baustelle Pool ist für dieses Jahr weitestgehend abgeschlossen.

Das Dach ist komplett und …

… wir haben das Becken schon oft nutzen dürfen. Mittlerweile ist der Wasserstand für den Winter abgelassen, die Pumpen sind entwässert und im Becken schwimmt Eispolster, damit es keinen Schaden nimmt.

Nun kann der Winter getrost kommen und hoffentlich schnell vorüber gehen, damit wir bald wieder hineinhüpfen können ;-)

Herzliche Grüße sendet Micha – Der Brotbaecker

 

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Musik zum Wochenende – #Laugengebäck


Jan Böhmermann und das Team vom Neo Magazin Royale beweisen, dass Backwaren mehr sind als nur Stichwortgeber für alberne Wortspiele wie “Laugendetektor” und “summa cum lauge”. Man kann ihnen auch einen ganzen Song widmen: Und “Baby got Laugengebäck” hat tatsächlich echtes Hitpotenzial!

Vielleicht gibt’s ja bei dem einen oder anderen heute Nachmittag eine leckere Butterbrezel. In diesem Sinne: Schönes Wochenende an alle Backfreunde!

PS: Die gesamte Sendung gibt’s hier zu sehen.

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Angebadet…


…wurde bereits während der Bauarbeiten, schließlich hatten es die Temperaturen in sich. Jetzt sind noch Arbeiten im Umfeld zu erledigen.

Das Dach muss noch montiert und aufgebaut, der Zaun wieder hergerichtet und die Bepflanzung in die Erde gebracht werden. Also Langeweile kommt bei mir nicht auf und der Backofen muss leider immer noch warten :-;

Einen schönen Spätsommer wünscht Micha – Der Brotbaecker

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Ich lebe nicht nur, nein…


…ich bin auch ein wenig fleißig ;-)

Die Poolbaustelle zieht sich etwas länger als gedacht hin. Erstens gab es einige Termine, die zwischendurch wahrzunehmen waren, und dann habe ich den Arbeitsumfang etwas unterschätzt. Hier hatte ich gerade mit der Rüttelplatte verdichtet, als gleich darauf der Platzregen nochmals mit Wasser beim Verdichten nachhalf.

Nach geraumer Zeit war aber wieder alles versickert und ich konnte weiter verfüllen.

Ca. 60 km von Prag entfernt, in Horovice habe ich das Pooldach abgeholt. Eine sehr gewöhnungsbedürftige Fuhre.

Als wir mit diesem 560 kg schweren Teil auf unserem Grundstück einfuhren, war ich schon erleichtert.

In den nächsten Wochen sind Inbetriebnahme, Umfeldgestaltung und Dachaufbau angesagt.

An dieser Stelle schon jetzt allen lieben Freunden und Bekannten, die mir bislang mit Rat und Tat geholfen haben, ein herzliches Dankeschön!!!

Leider wieder kaum Zeit bzw. nach anstrengender Arbeit keine Lust zum Bloggen. Seht es mir bitte nach, im Herbst geht es hier gewiss wieder lebhafter zu ;-)

Übrigens vermisse ich das Brot backen sehr, kann aber nicht, weil vor dem Ofen Betonsand liegt ;-)

Herzliche Grüße und einen schönen Sommer wünscht Micha – Der Brotbaecker

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