Wenn Enkel zu Besuch sind!

Es ist immer wieder schön zu hören, dass die Enkel gerne zu uns kommen und es oft nicht richtig abwarten können, bis es wieder soweit ist – Uralub bei Oma und Opa. Da sie beide jeweils fast 600 km von uns entfernt im Süden und im Westen des Landes wohnen, ist das zwar regelmäßig übers Jahr verteilt, aber leider nicht so oft der Fall wie wir es gerne hätten. Wenn sie dann da sind, versuchen wir ihnen neben den sonst üblichen Ausflügen auch Dinge nahe zu bringen, die etwas anders sind und die man auf dem eigenen Grundstück so anstellen kann.

Kartoffelpuffer gebacken am offenen Feuer und für Emma dann mit Apfelmus serviert – ein Genuß!

Im Anschluß an die leckeren Puffer gab es dann noch einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer! Kokeln macht ja einen besonderen Spaß, auch wenn der Opa immer wieder etwas ordnend mahnen muss! Aber das kenne ich von meinem Opa auch 😉

Eine schöne Woche wünscht Micha – Der Brotbaecker

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Vollkornbrot – immer wieder ein Genuß!

Seitdem ich die Backformen besitze, wird immer wieder einmal Vollkornbrot gebacken. Am letzten Mittwoch gab es wieder Roggenvollkornbrot mit Sonnenblumenkernen und Leinsamen. Das ist mittlerweile unser Lieblingsbrot geworden.

Einen Teil des Backmehls ersetze ich mit Roggenschrot, das gibt eine besonders knackige Kruste und gutes Mundgefühl.

Das Kochstück sorgt für genügend Feuchte im fertigen Brot und wird, wie das Brühstück bereits am Vorabend fertig gemacht.

Den Sauerteig führe ich recht fest, damit habe ich mehr Zeit bei der Verarbeitung und bin etwas flexibler. Bei der Arbeit mit dem Holzbackofen ist das ein großer Vorteil, da man nie so richtig auf die Minute genau weiß, wann der Ofen die erforderliche Temperatur erreicht.

Auch beim Sauer habe ich einen Teil des sonst benutzten Mehls mit Roggenschrot ersetzt.

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Wenn der Teig „schmatzt“ ist er „gut“, sagt der Bäcker Günther Weber vom Lorettohof. 😉

Parallel zur den Arbeiten bei der Teigbereitung muss auch immer wieder der Ofen kontrolliert werden.

Die Glut gleichmäßig über die Backfläche zu verteilen, ist dabei eine der wichtigsten Aufgaben.

Nachdem die Teiglinge fertig sind und auf Gare stehen, wird der Ofen ausgeräumt. Während der Garezeit kann der Ofen Abstehen und sich so die Wärme endgültig gleichmäßig im Backraum verteilen.

Das ist die Temperatur vor dem Ausräumen. Eingeschossen wird das Vollkornbrot in der Metallform in meinem Ofen bei ca. 260 Grad C.

Und das ist das Ergebnis:

Noch warm, zur Kontrolle angeschnitten und gekostet: leeeeeccckkkkker!

Zum Abschluss wird mit der Restwärme des Ofens noch ein leckerer Apfelstreuselkuchen abgebacken. Dabei sollte man sich aber nicht verschwatzen und die Backzeit vergessen.

Hat gerade noch so geklappt, sieht auf dem Bild dunkler aus, als es dann tatsächlich war und geschmeckt hat es auf jeden Fall.

Schauen wir mal, wann wieder gebacken werden kann. Momentan ist Ferienspaß mit Enkelin Emma angesagt. Also bis demnächst grüßt Micha – Der Brotbaecker

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Endlich wieder eigenes Brot!

Sie hat bisher noch nicht viel geleistet, meine Neue. Wurde also Zeit, dass ich sie aus der Parkposition herausgeholt und in Aktion gebracht habe.

Aber wie immer, bevor der Backtag startet, ist gründliche Vorbereitung angesagt.

Zutaten abwiegen, Sauer- und Vorteig ansetzen, Brühstück bereiten.

Am Backtag dann als erstes ganz gespannt schauen, wie sich der Sauer und der Vorteig über Nacht entwickelt haben.

Bevor es an die Teigbereitung für das Roggenmischbrot mit Sonnenblumenkernen und Leinsamen geht, wird als nächster Schritt erst einmal der Ofen angeheizt.

Es dauert gute zwei Stunden, bevor der Backraum die erfoderliche Temperatur erreicht hat und die Restglut ausgeräumt werden kann.

Um später ein gutes Backergebnis zu erhalten, ist es wichtig, dass man zwischendurch die Glut immer recht gut verteilt, damit sich die Backfläche gleichmäßig erhitzt.

Die Restglut wird mit der Krücke herausgeholt, anschließend der Backraum ausgefegt und mit dem Hudelwisch ausgehudelt. Nun kann der Ofen bis zum Einschießen der Teiglinge eine gute Stunde abstehen.

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Kurz vor dem Ausräumen habe ich den den Teig gemischt. Zuerst auf langsamer Stufe und dann nur kurz im Schnellgang, da der roggenlastige Teig keine lange Knetzeit erfordert.

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Während  der Teig nach dem Kneten im Kessel kurze Zeit zum Gehen hatte, habe ich den Ofen ausgeräumt.

Mit den Gärtüchern habe ich bereits seit Jahren sehr gute Erfahrungen, denn damit entfällt das Einstäuben der Gärkörbe mit Mehl. Neben der Mehlersparnis ist es so auch einfacher, die Körbe sauber zu halten. Die Tücher kann man nach mehrmaligem Gebrauch gut waschen und die Antihafteigenschaften bleiben trotzdem erhalten.

Die Teigtemperatur ist optimal, die Gare ist schon recht weit vorangeschritten und es wird höchste Zeit, die Teiglinge einzuschießen.

Mit dem Backergebnis bin ich insgesamt zufrieden, auch wenn die Brote etwas flach geraten sind – hätte die Teiglinge wohl paar Minuten eher einschießen sollen.

Eine gute Porung und exzelenter Geschmack – bin zufrieden!

Zumindest einen Teil der Restwärme versuche ich immer zu nutzen, zur Pflaumenzeit natürlich mit dem von meiner Frau bereiteten Kuchen.

Ein Leckerbissen – knusprige Streusel, noch feste Früchte und gut gegangener Hefeteigboden.

Ich wünsche eine gute Zeit und verbleibe mit den besten Grüßen als Micha – Der Brotbaecker

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Endlich etwas kühler!

Und heute hat es nach Wochen sogar leicht geregnet, lange nicht genug aber immerhin.

Bei der Hitze hatte ich in der Sommerpause nur einmal den Backofen angeheizt und Vollkornbrot gebacken, für mehr fehlte einfach die Lust.

Es war wieder optimal gelungen und sehr lecker.

Der nächste Backtag ist für den 30-igsten des Monats geplant, da werde ich zur Abwechslung wieder einmal ein Roggenmischbrot backen.

Mittlerweile habe ich meine alte Knetmaschine gegen eine neue, größere „eingetauscht“. Mit der alten Maschine hatte ich insbesondere bei der Teigmenge für Vollkornbrote (hier habe ich Teig für 12 Brote verarbeitet, sonst nur für 10) Probleme. Jetzt ist der Kessel deutlich größer und ich denke, das Kneten wird entspannter, da der Teig nicht immer über den Knethaken nach oben „klettert“. Schauen wir mal.

Bis dahin ein erholsames Wochenende und einen guten Start in die Woche wünscht Micha – Der Brotbaecker

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Backen mit Freude für Freunde!

Höhepunkte im Leben werden auch dadurch zu denselben, weil man da etwas Besonderes machen kann. Freunde feierten gestern ihren Polterabend und ich habe versprochen, dafür das nötige Brot zu backen.

Es sollten zwei Sorten Brot werden, Roggenvollkornbrot mit Leinsamen und Weizenmischbrot mit Kürbiskernen. Auch diesmal habe ich bereits am Vorabend Mehle und Saaten abgewogen, Sauer- und Vorteig sowie Brüh- und Kochstück bereitet.

Das Anstellgut habe ich aus dem Kühlschrank genommen und zwei Tage hintereinander  angefrischt. Es hatte seine Triebkraft und ein kräftiges Aroma wiedererlangt und sah auch optisch gut aus.

Die Sauerteige selbst habe ich ziemlich fest geführt. Die Erfahrung der letzten Backtage zeigte, dass ich dadurch einen größeren zeitlichen Spielraum für die Teigbereitung gewinne.

Da das Heizen des Ofens und damit die Temperaturentwicklung nicht immer so ganz genau im Voraus einzuschätzen sind, ist dieser zeitliche Spielraum für einen ruhigen Ablauf des Backtages von großem Vorteil.

Ein mindestens ebenso großer Vorteil ist es an einem solchen Tag, dass man Hilfe beim Backen hat. Wenn die dann auch noch von einem gelernten Bäcker kommt, ist es um so schöner. Mein Freund Ingo stand mir zur Seite und hat mit seiner Berufserfahrung und dem Können beim Wirken der Teiglinge wesentlich zum Erfolg beigetragen.

Zuerst wurde das Weizenmischbrot gebacken.

Sehen die nicht prächtig aus? Übrigens habe ich diesmal, um noch besser Schwaden zu können, meinen „Dampfbehälter“ mit Stahlkugeln aufgefüllt. Durch die wesentlich größere Oberfläche ist der Schwaden jetzt noch deutlich kräftiger als vorher.

Damit sie gleichmäßig ausbacken, wurden sie nach der Hälfte der Backzeit umgeschoben.

Das war schon mal super gelungen. Bevor das Vollkornbrot abgebacken werden konnte, musste ich den Ofen nochmals kurz heizen. Die Formen und die Teiglinge nehmen recht viel Hitze auf und die Restwärme nach dem ersten Backgang wäre möglicherweise für ein gutes Ausbacken nicht ausreichend.

Der Vollkornteig war recht weich, da wäre ich möglicherweise beim Formen der Teiglinge verzweifelt. Ingo hat das spitzenmäßig gemacht und die Stücke können sich sehen lassen.

Nach einer guten Dreiviertelstunde waren die Teiglinge sehr gut gegangen und durften in den Ofen!

50 Minuten Backzeit und auch beim Vollkornbrot volle Zufriedenheit.

Hier beide Brote im Anschnitt, schließlich musste ich mich vorher selbst davon überzeugen, dass eine gute Qualität geliefert wird!

Unsere Freunde und viele Gäste des Polterabends haben sich lobend über das leckere Brot geäußert und ich mich natürlich darüber riesig gefreut. Herzlichen Dank an Ingo, der einen großen Anteil an diesem erfolgreichen Backtag hat.

Ich wünsche eine gute Zeit und einen angenehmen Sommer! Am Backofen zieht backtechnisch etwas Ruhe ein, denn bei uns bestimmen in den nächsten Tagen die Enkelinnen Emma und Zoe das Regime.

Herzlich euer Micha – Der Brotbaecker

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