Tandembacken – oder so!

Einige Backtage haben wir in diesem Jahr bereits gemeinsam absolviert, Ingo und ich! Gestern taten wir das auch, aber diesmal jeder an seinem Ofen. Und über den Fortschritt wurde dann der jeweils Andere per Social Media auf dem Laufendem gehalten. Quasi ein Tandembacken 😉

Ingo hat die Gärkörbe, Zutaten und seine Knetmaschine in Bereitschaftsposition gebracht.

Eine gründliche Vorbereitung trägt nicht unwesentlich zum Erfolg eines Backtages bei! Deshalb habe auch ich bereits am Vorabend alle zu dieser Zeit möglichen Arbeiten erledigt, damit der Backtag dann problemlos über die Bühne gehen kann: Mehl und Gewürze abwiegen, Sauerteig ansetzen, Koch- und Brühstück fertigen.

Sogar den Ofen habe ich am Vorabend mit dem erforderlichen Holz befüllt.

Beim gestrigen Backtag wollte ich nach einiger Zeit wieder mal Brötchen backen. Damit sich das Aroma ordentlich entwickeln kann, habe ich den Teig schon am späten Nachmittag gemacht und dann über Nacht im Kühlschrank weiter gehen lassen.

Beim Öffnen des Kühlschranks am Morgen gabs dann erst einmal einen kurzen Schreck, denn irgendwie wollte der Teig wohl ein wenig auf Wanderschaft gehen. Aber ich war am Ende dann doch noch rechtzeitig gekommen, um ihn sogleich in Form zu bringen.

Nach dem Ausräumen hatte der Ofen eine gute Temperatur und die Brötchen und Baguette wurden eingeschossen.

Auch bei Ingo ging es mittlerweile ordentlich zur Sache.

Und die Teigtemperatur stimmt! Also ordentlich gewirkt und ab in die Gärkörbe.

Meine Brötchen waren also gerade im Ofen und es wurde Zeit den Brotteig zu machen.

An der gleichmäßigen Porung sieht man deutlich, dass der Sauerteig sehr gut gegangen war. Bevor es einen Aufschrei gibt, denn man könnte denken, „böse Tiere“ wären es, aber auf dem Sauerteig liegen nur ein paar Sonnenblumenkörner.  Die sind von dem Spatel herabgefallen, den ich vorher zum Entleeren des Behälters mit dem Brühsück benutzt habe.

Ingo hat in der Zwischenzeit seine Teiglinge in den Gärschrank gebracht.

Ich hatte gerade den Bajonettverschluss des Kessels gelöst und wollte ihn an meinen Arbeitstisch stellen.

Auweia, da stand doch noch meine Büchse mit dem Salz und den Gewürzen herum. Vergessen! Also Kessel nochmal arretiert, die Gewürze über dem Teig gleichmäßig verteilt und nochmals die Maschine paar Runden drehen lassen, damit alles ordentlich untergeknetet wird.

Über dieses Dilemma hätte ich beinahe vergessen, die Baguette und Brötchen aus dem Ofen zu holen. So wurden sie dieses Mal etwas sehr scharf gebacken! 😉

Sehr gut aufgegangen und geschmacklich, wenn auch etwas dunkel, Spitze.

Bei Ingo ist der Ofen mit 12 Teiglingen ebenfalls gut beschickt und die Brote entwickeln sich.

Die „Brikettproduktion“ konnte ich beim Brötchen backen also noch verhindern. Nun flott die Brotteiglinge in die Backformen bringen.

Nach einer knappen Stunde Gehzeit wurde abgebacken. Bin mit dem Ergebnis zufrieden!

Noch warm angeschnitten, sah mein Brot so aus:

Am Maukendorfer Backofen liegt das Ergebnis ebenfalls vor und sieht auch recht gut aus.

Ein alles in allem gelungener Backtag fand bei uns seinen Abschluss bei weihnachtlicher Musik, mit leckeren Thüringer Bratwürsten in frischen Brötchen…

…und einem leckeren selbst bereiteten Glühwein!

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

 

 

 

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Langsam…

…neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. In den Letzten Wochen haben wir uns jeweils paar Tage in Innsbruck-Igls und in Hamburg aufgehalten und tolle Erlebnisse gehabt.

Auf dem Weg ins Sellraintal haben wir dieses Insektenhotel entdeckt:

Eine sehr schöne und naturnahe Idee.

Bisher kannten wir den Bergisel nur von der Vierschanzentournee, diesmal waren wir endlich auch mal selbst vor Ort.

Architektonisch gelungen und sehr beeindruckend. Die Aussicht vom Turm war sehr schön, konnte man doch sehr weit ins Inntal auf die Besiedlung um und in Innsbruck schauen.

Ebenso interessant war der Aufenthalt an der Rodelbahn, zumal dort gerade Wettkämpfe stattfanden.

In Hamburg haben wir Quartier in der Nähe vom Michel genommen – sozusagen Michel am Michel ;-).

In der Kirche fanden während unseres Besuches Proben für Weihnachtsgottesdienste statt, so konnten wir einige Zeit der Orchester-, Orgel- und Chormusik zuhören.

Obwohl wir schon zig Male in Hamburg waren, haben wir bei diesem Besuch erstmals die Minatur-Wunderwelt besucht. Eine sehr interessante und durch die fantastische Detailtreue sehr beeindruckende Schau, für die man unbedingt mehrere Stunden einplanen sollte.  Ein Teil der Steuerzentrale – da muss man schon den Durchblick behalten. Wir werden die Schau garantiert noch mehrfach besuchen.

Natürlich haben wir auch die Plazza der Elbphilharmonie besucht, für ein Konzert muss man sich allerdings schon mindestens ein Jahr im Voraus bemühen. Und sparen sollte man für die Tickets auch schon rechtzeitig, unter 180 € gibt es da kaum etwas. Fotos habe ich noch auf dem Handy, zeige ich vielleicht demnächst noch mal.

Am Freitag werde ich zum letzten Mal in diesem Jahr meinen Backofen anheizen und Vollkornbrot für die Feiertage backen. Ich hoffe, das Wetter wird nicht allzu ungemütlich.
Bis dahin seid herzlich gegrüßt Micha – Der Brotbaecker

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Wieder zuhause…

…wurde am letzten Samstag gebacken – Roggenvollkornbrot mit Leinsamen.

Immer wieder faszinierend, wenn der Ofen geheizt wird und die Glut flimmert!

Nach circa 40 Minuten Gehzeit, hat sich der Teig gut entwickelt, ist aufgegangen und kann nun mit der Backform in den Ofen.

Obwohl ich in meinem Ofen nun schon einige Male Vollkornbrot gebacken habe, bin ich mir bisher noch nicht immer sicher, ob die Ofenhitze auch ausreichend ist. Die Backformen nehmen doch allerhand davon auf und da die Brote im Kasten sind, ist auch äußerlich nicht gleich erkennbar, ob ich den Ofen gut genug geheizt habe.

Nach 55 Minuten Backzeit sind die Brote aus den Formen und sehen recht ansprechend aus.

Da kann man schon zufrieden sein! Die Arbeit hat sich wieder einmal gelohnt.

Im Anschnitt ist dann sichtbar, dass die Bodentemperatur im Backraum doch noch etwas höher hätte sein können. Insgesamt bin ich jedoch zufrieden, es schmeckt sehr lecker und man hat ein gutes Mundgefühl beim Essen.

Ich wünsche eine Gute Zeit euer Micha – Der Brotbaecker

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Zwei Tage im Dorfbackhaus

Bereits am 13. und 20 Januar 2018 habe ich unter dem Titel „Brot im Steinofen zu backen…1 und 2“ mit Begeisterung über den Bau des Dorfbackhauses in Garvensdorf (Kirch Mulsow) berichtet. Der Bruder meines Freundes Ingo hat mit Enthusiasten des Dorfes das alte Feuerwehrgerätehaus zum Dorfbackhaus umgebaut.

Das Backhaus wird wohl, wie ich immer wieder aus Ingos Berichten entnehmen konnte, sehr rege genutzt. Dass ich dort mal selbst einen Backtag erleben darf, war allerdings nicht unbedingt abzusehen. Um so mehr hat es mich gefreut, als mir Ingo  anbot, dort mit anderen Backbegeisterten an einem gemeinsamen Backtag teilzunehmen.

Also wurde ein Plan gemacht und am letzten Wochenende war es dann soweit. Nach einem kurzen theoretischen Vortrag zur Geschichte des Brotbackens und gegenseitiger Vorstellung trafen sich alle im Backhaus und los ging es.

Bereits am Donnerstagabend hatte Ingos Bruder den Ofen das erste Mal geheizt. Am späten Freitagabend wurde dann nochmals geheizt und Samstag früh war es dann an der Zeit, den Ofen fürs Backen vorzubereiten.

Am Donnerstagabend hatte Ingo das Anstellgut ordentlich gefüttert, damit am Freitag der Sauerteig für das Brotbacken am Samstag angesetzt werden konnte.

Den Vorteig für die Wurzelbrote hatte Ingo ebenfalls schon am Donnerstagabend ange-rührt.

Ein leckeres Aroma bekommen die Wurzelbrote durch gezupften und zerkleinerten Rosmarin.

Das Mischen des Teiges für die Wurzelbrote erfolgte aufgrund der geringen Menge mit Hand und war aufgrund der weichen Konsistenz ziemlich fordernd 😉

Der Teig durfte dann in den mit Olivenöl eingestrichenen Teigkisten bis Samstag bei kühler Temperatur gehen.

Eine kleine Herausforderung war das Formen zu einer „verdrehten Wurzel“, aber  alle Beteiligten haben das am Ende gut gemeistert.

Abgebacken sind die Wurzelbrote ein Leckerbissen und besonders zu Gegrilltem oder mediteranem Essen zu empfehlen.

Nach der ersten „Hürde“ kann man sich ja wohl eine kleine Pause gönnen! Nicht gerade gesund, aber entspannend 😉

Für das Mischen des Brotteiges ist, insbesondere bei großen Mehl-/Teigmengen, eine solche Knetmaschine sehr hilfreich – Fassungsvermögen des Kessels 40 Liter.

Das Mehl für Vollkornbrote wird in Garvensdorf selbst gemahlen.

Es gibt unterschiedliche Auffassungen zum Verbacken von frisch gemahlenem Mehl. Länger gelagertes Mehl lässt sich wohl besser verbacken, weshalb  in der Industrie frischem Mehl Ascorbinsäure zugefügt wird, um den Alterungsprozess zu beschleunigen. Auf jeden Fall muss man jedoch bedenken, dass frisch gemahlenes Mehl ziemlich warm ist und bei der Teigbereitung das Schüttwasser kälter  sein sollte, um eine optimale Teigtemperatur zu erreichen.

Wenn viele verschiedene Gebäcke hergestellt werden, ist es während der Vorbereitung sehr hilfreich, die abgewogenen Zutaten so wie hier zu beschriften.

In den Schraubgläsern bekamen Teilnehmer, die das wollten, etwas Anstellsauer für zuhause mit.

Damit Brote gleichmäßig durchbacken, ist es von Vorteil, die Teiglinge mit gleicher Ein-waage zu formen.

Wenn die Gärkörbe ordentlich bemehlt sind, muss man nicht fürchten, dass die Teiglinge an ihnen festkleben.

Die Vollkornbrote werden gleich in die Backform gegeben, damit sie nicht während der Gare und beim Backen breit laufen. Für die Beschichtung mit Haferflocken braucht  man etwas Geschick, aber nach einer Weile geht das ganz gut.

Beim Formen sowohl der Teiglinge für die freigeschobenen als auch für die Vollkornbrote hatten alle sehr viel Spass und es wuchs die Erkenntnis, dass man das noch etwas üben muss, bis es so wie bei Ingo aussieht 😉

Bei knapp 30 Backformen muss man schon genau hinschauen, wo man sie auf der Back-fläche positioniert.

Auch die Backfläche mit den freigeschobenen Broten war gut belegt.

Brotduft erfüllte das Backhaus und die Teilnehmer am Backtag waren Stolz auf das erzielte Ergebnis.

Als Höhepunkt und zum Abschluss des Backtages wurde Stollen nach einem Rezept von Ingo gebacken.

Orangeat und Zitronat wurden klein geschnitten. Die Rosinen lagen drei Tage im Rum und haben die edle Flüssigkeit ganz aufgesogen. Der Duft ist mächtig!

An den Zutaten kann man bereits leicht erkennen, dass es sich hier nicht gerade um Diät-gebäck handelt 😉 Aufgrund der großen Teigmenge musste der Stollenteig in zwei Etappen bereitet werden.

Damit man die Rosinen nicht zerdrückt, werden sie zum Schluss kurz in den bereits ge-kneteten Teig eingearbeitet.

Jetzt noch die Stollen formen und abbacken, dann ist das Tagwerk geschafft!

Die Stollen im hinteren Bereich des Ofens haben schon gut Farbe angenommen, jetzt noch einmal umschieben und fertigbacken.

Ein gelungener Backtag ist vollbracht, die Teilnehmer haben viele Erfahrungen gewonnen und hatten sichtlich Spass. Ingo und mir hat es auch sehr gefallen.

Wie immer verbleibe ich mit herzlichen Grüßen als Euer/Ihr Micha – Der Brotbaecker

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Wenn Enkel zu Besuch sind!

Es ist immer wieder schön zu hören, dass die Enkel gerne zu uns kommen und es oft nicht richtig abwarten können, bis es wieder soweit ist – Uralub bei Oma und Opa. Da sie beide jeweils fast 600 km von uns entfernt im Süden und im Westen des Landes wohnen, ist das zwar regelmäßig übers Jahr verteilt, aber leider nicht so oft der Fall wie wir es gerne hätten. Wenn sie dann da sind, versuchen wir ihnen neben den sonst üblichen Ausflügen auch Dinge nahe zu bringen, die etwas anders sind und die man auf dem eigenen Grundstück so anstellen kann.

Kartoffelpuffer gebacken am offenen Feuer und für Emma dann mit Apfelmus serviert – ein Genuß!

Im Anschluß an die leckeren Puffer gab es dann noch einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer! Kokeln macht ja einen besonderen Spaß, auch wenn der Opa immer wieder etwas ordnend mahnen muss! Aber das kenne ich von meinem Opa auch 😉

Eine schöne Woche wünscht Micha – Der Brotbaecker

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