Speisen wie die Fürsten…

…konnten wir am 21. März diesen Jahres. Unter dem Motto ‚Kulinarischer Abend – Leibgerichte August des Starken‘ hatten Andreas Vater und sein Team in das „Haus des Müllers“ an der Krabatmühle Schwarzkollm geladen.

Vor dem Restaurant wurden die Gäste von Hofdamen am Glühweinkessel empfangen und im Restaurant war die Tafel bereits festlich gedeckt.

Ursula Katharina, Reichsfürstin von Teschen (Cornelia Schnippa) war gerade im Begriff, die anwesenden Gäste zu begrüßen, als August der Starke plötzlich und „unerwartet“ erschien.

Die Reichsfürstin möge „nicht soviel quatschen!“, fuhr sie der Fürst (Steffen Urban) barsch an. „Das ist zu viel. Ich ziehe von dannen.“ Die Teschen räumte traurig enttäuscht das Feld und der Fürst lief zur Hochform in Sachen Eigendarstellung auf.

Schließlich ist er der Herr im Lande und hat die Teschen bereits vor geraumer Zeit in die Provinz „verbannt“.

Das Volk wurde indes aus der Küche mit einem „Unter Rauch abgehangenem Schinken vom sächsischen Wild mit gebratenem Blumenkohl und gelber Tunke“  froh gestimmt. Als zweiten Gang gab es eine „Barocke Roulade von der Lachsforelle aufgegossen mit Weinsuppe“.

Zwischen den Gängen unterhielt August der Starke das Volk mit zahlreichen Episoden und Geschichten. Damit waren alle Gäste nicht nur mit köstlichen Speisen versorgt, sondern auch mindestens genauso gut unterhalten und sie amüsierten sich wunderbar.

Im Hauptgang servierte die Hofküche einen „Rücken vom Kalb, welcher sanft am Stücke, über Stunden bei niedriger Temperatur, in der höfischen Küche im Ofen verweilte und im Anschluss mit Spargel, Orangen, Tartuffeln und Rahm leiert wurde“.

Natürlich stellte der Restaurantchef persönlich  dem Fürsten und den Gästen jeden Gang  ausführlich vor. So auch die „Holunderblütenbaba auf weißer Schokoladensoße“ zum Abschluss des kulinarischen Abends.

Dass ein solch schöner Abend nicht nur von einer Person vor- und zubereitet werden kann, war den Gästen selbstverständlich bewusst. Eine tolle Geste war es deshalb, dass die beteiligten Köche und Servicemitarbeiterinnen vorgestellt wurden.

August der Starke und die Gäste bedankten sich mit einem kräftigen Applaus für einen sehr schönen und genüsslichen Abend.

Gern werden wir die kulinarische Kunst bei weiteren Besuchen genießen. Bis dahin beste Empfehlung und herzlichen Dank sagen Micha – Der Brotbaecker un sin Fru

 

Advertisements
Veröffentlicht unter Topfguck, Was dem Brotbaecker noch gefällt... | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Ende in Sicht – leider!

Wir haben in diesem Jahr wieder einmal Kamelien an verschiedenen Standorten besucht. Über das Kamelienhaus in Roßwein habe ich bereits vor ein paar Wochen berichtet.

Inzwischen waren wir auch in den Botanischen Gärten Berlin-Dahlem…

…und München.

Neben der Besichtigung der vielen, vielen prächtigen botanischen Schönheiten…

…haben wir natürlich auch dort nach den Kamelien gesucht. Wir haben sie gefunden.

Schöne Pflanzen mit wunderbaren Blüten, allerdings in Menge und Größe nicht so üppig und nicht so alt, wie die in den sächsischen Kamelienhäusern.

Heute habe ich nun den Saisonabschlußbesuch im heimatnahen Königsbrück gemacht. Es war eine herrliche Pracht und so blütengeladen habe ich das Kamelienhaus in den letzten Jahren noch nicht gesehen.

Die Mitglieder des Heimatvereins Königsbrück kümmern sich nicht nur in mühevoller Arbeit im Verlauf des Jahres darum, dass es den Pflanzen gut geht, sondern opfern auch sehr viel Freizeit dafür, dass während der Blütezeit jeweils sonntags  den Besuchern Eintritt in das Kamelienhaus gewährt wird. Dafür an dieser Stelle von mir ein herzliches Danke!

Eine Blüte schöner als die andere und die Menge an Blüten einfach fantastisch.

Bis Ostern werden die Schönheiten wohl noch zu besichtigen sein, dann dürften die Blüten langsam deutlich weniger werden. Spätestens in der nächsten Saison werde ich wieder schauen.

F04A0CC2-D10C-48DE-8CEE-A82156C6B362

Ich wünsche ein gute Zeit! Herzlich Micha – Der Brotbaecker

PS.: Neben der botanischen Pracht konnte ich auch noch die Blogfreundinnen Bärbeli und Träumerle mit ihren Partnern treffen! War ein lustiger Nachmittag – Danke!

Veröffentlicht unter Heimatkunde, Was dem Brotbaecker noch gefällt... | Verschlagwortet mit , , , , , | 4 Kommentare

Kurzbesuch

Ingo hatte heute ein Probebacken mit zwei neuen Rezepten und ich konnte ihm leider nur einen Kurzbesuch abstatten.

Die Wurzelbrote waren bereits fertig. Sie waren schön aufgegangen und beim Anschnitt zeigten sie eine gute gleichmäßige Porung.

Die Wurzelbrote wurden aus einem Vorteig, Weizensauer und einem Anteil Dinkelmehl nach langer kalter Führung mit Weizenmehl 550 gebacken. Geschmacklich waren sie in Ordnung, hätten nach meiner Meinung aber auch gerne noch etwas mehr an Charakter vertragen. Der Maisgries auf der Kruste sorgte zwar beim Biss für ein gutes Mundgefühl, geschmacklich war er mir allerdings zu mild. Aus meiner Sicht würden Rosmarin, Oliven oder ähnliche Zugaben die Wurzeln noch deutlich interessanter machen.

Mit Griebenschmalz verkostet war die Wurzel dann allerdings insgesamt schon ein kleines Gedicht 😉

Rundes Weizenmischbrot mit Weizensauer, Vorteig, etwas Roggen- und Dinkelmehl. Der Teig wurde lang kalt geführt. Der Ofentrieb war in Ordnung und nach dem Anschnitt zeigte sich eine gleichmäßige feine Porung.

Geschmacklich angenehm mild war auch dieses Brot gelungen. Nicht ganz zufrieden war Ingo mit der Kruste, die wünschte er sich noch ein wenig knuspriger. Da werden wir wohl noch ein wenig experimentieren müssen. Beim Backen in einem Steinbackofen muss manche Erfahrung einfach experimentell gemacht werden. Ich bin sicher, wir werden mit der Zeit herausfinden, was besser gemacht werden muss, oder es hat  jemand bereits jetzt einen guten Rat! Dann bitte im Kommentar mitteilen, wir nehmen es dankbar an.

Bis demnächst euer Micha – Der Brotbaecker

Veröffentlicht unter Backen | Verschlagwortet mit , , , , , , | 3 Kommentare

Manchmal…

…verpasst man die kleinen Höhepunkte des Lebens einfach! 😉
Habe gerade festgestellt, dass ich am 13.02.2007, um 20:54 Uhr meinen ersten Blogeintrag getätigt habe. Das war damals noch unter „Myblog“, wobei mich dort bislang insgesamt 75.150 Besucher beehrt haben. Zum 1. September 2010 erfolgte dann der Wechsel zu WordPress. Die Besucherzahl schwankt seitdem im Durchschnitt zwischen 20 – 50 am Tag.
Ich danke allen Besuchern für das Interesse und hoffe auf weiteren Zuspruch.
Herzlich Micha – Der Brotbaecker

Veröffentlicht unter Übrigens | Verschlagwortet mit , | 3 Kommentare

Heimatkunde

Für 2018 habe ich mir vorgenommen, etwas mehr in unserer Gegend unterwegs zu sein. Ich möchte die Veränderungen, die in den letzten Jahren an mir arbeitsbedingt teilweise vorbei gegangen sind, „erforschen“ und mein heimatkundliches Wissen wieder auf den aktuellen Stand bringen.

In der Folge des Braunkohlebergbaues haben sich beträchtliche Veränderungen in der Landschaft vollzogen. Mehrere Badeseen sind in Planung, werden befüllt oder sind schon freigegeben.

Die „Drei Weiber“ gaben dem See am Rand der Gemeinde Lohsa seinen Namen.

Während an der Weißkollmener Seeseite (linksseitig gegenüber) in den Sommermonaten bereits seit ein paar Jahren reger Badebetrieb herrscht, versucht man in einem Pilotprojekt auf der Lohsaer Seite dem Problem der dort auftretenden Verockerung zu Leibe zu rücken.

Die Ursachen sind wohl noch nicht genau klar. Liegt es nur am Untergrund, an unterschiedlichen Strömungs-  und/oder insgesamt an den hydrologischen Verhältnissen. Deshalb versucht man in einem Pilotvorhaben herauszufinden, welche der drei geplanten Varianten mit den verschiedenen Lösungsansätzen das Problem erfolgreich beseitigen oder zumindest eindämmen kann.

Eine erfolgreiche Sanierung dieses Uferbereiches wird nicht nur die Betreiber dieser gastronomischen Einrichtung freuen.

Ob von dort oben dirigiert wird oder andere Zeichen gegeben werden, habe ich nicht herausgefunden. Das Restaurant in der Pyramide hat in der Winterzeit nur an den Wochenenden und zu geplanten Veranstaltungen geöffnet, deshalb konnten wir es diesmal nicht testen.

Für mich als Zaungast machte alles einen recht ordentlichen Eindruck und wir werden sicher bei wärmeren Temeperaturen, wenn es auf der Terrasse gemütlicher ist, die Gastronomie testen.

Bei dieser Gelegenheit werde ich auch nachschauen, wie es sich an der Strandbaustelle bis dahin entwickelt hat.

Ich wünsche einen guten Einstieg in die Fastenzeit. Bei mir ist am Freitag wieder ein Backtag angesagt.

Herzlich Micha – Der Brotbaecker

Veröffentlicht unter Heimatkunde | Verschlagwortet mit , , , , , , | 2 Kommentare