Brot im Steinofen zu backen… (Teil 2)


…macht zwar Mühe, aber in Gemeinschaftsarbeit bereitet es auch große Freude! Interessant ist es, wenn man einen neuen Ofen „einbäckt“. Noch weiß man nicht, wie er sich beim Beheizen verhält. Wie wird die Hitzeverteilung zwischen den beiden Backflächen sein? Wie lange bleibt die Temperatur stabil und wie verläuft ihr Abfall?  Zwar gab es schon vor paar Wochen einen Probebacktag, am 03.12.2017 wollte man es aber noch genauer wissen.

Am Vorabend wurden bereits Sauerteig, Brühstück und Vorteig angesetzt. Die Behälter wurden nach dem Fotografieren natürlich abgedeckt.

Zum Backen wurde das Mehl in der eigenen Mühle gemahlen.

Alle Zutaten befinden sich am Morgen im Kneter und es geht mit der leistungsfähigen Maschine an die Teigbereitung. Gebacken werden soll Vollkorn- und Weizenmischbrot.

Am Backtag durfte Ingos Bruder der „Abwieger“ sein. Hier erfuhr er, dass der Lehm, den er sonst beim Ofenbau verwendet, deutlich weniger klebt als der Teig. 😉

Ingo wirkt, wie er es vor Jahren gelernt hat, mit beiden Händen – und die Hände bleiben relativ sauber. Bevor die Gebäckstücke in den Ofen können, müssen sie im Gärschrank noch eine Weile gehen.

Unter dem Gärschrank (auf dem Bild nicht zu sehen) verläuft das Abgasrohr des Bauernofens, der sich direkt daneben befindet. Im Winter kann dieses Rohr zusätzlich zur Erwärmung des Garraumes genutzt werden.

In den Garraum passen ca. 65 Brote.

Gebacken wurden insgesamt 30 Vollkornbrote und 25 Mischbrote. Die Vollkornbrote im oberen Backraum, Mischbrote unten.

Nachdem die Brote fertig gebacken waren, wurden von den Dorfbewohnern und Besuchern mitgebrachte Kuchen und Kleingebäcke abgebacken.

Alle Brote waren innerhalb einer Stunde ausverkauft. Ingos Bruder hatte etwas Pech, denn beim Verkauf hat er übersehen, dass das für ihn bereitgelegte Brot ebenfalls über die „Ladentheke“ gegangen war. Trotzdem war es insgesamt ein sehr gelungener Backtag, der allen Besuchern und Aktiven viel Freude bereitet hat. Das Backhaus hat seine Feuertaufe bestanden und man kann davon ausgehen, dass die Dorfgemeinschaft dort noch manches schöne Backerlebnis haben wird.

Dazu wünsche ich viel Erfolg und Freude. Herzlich Micha – Der Brotbaecker

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3 Antworten zu Brot im Steinofen zu backen… (Teil 2)

  1. Brigitte schreibt:

    Ich fand das hochinteressant und war beeindruckt von der Sauberkeit im Backraum, von den Vorbereitungen und den bildschönen Ergebnissen. Sehr gut kann ich mir vorstellen, dass ein solcher Backtag für die Dorfgemeinschaft zudem ein tolles Erlebnis ist.

    Vielen Dank, Micha, für den schönen Bericht!

    Herzlichen Gruß, Brigitte

  2. Ingo schreibt:

    Jetzt muss ich mich doch hier auch mal zu Wort melden . Erstmal vielen lieben Dank an dich Micha für den tollen Beitrag . Kerstin kann ich beruhigen , mein Bruder hat noch ein halbes Brot ab bekommen von meiner Nichte . Ansonsten was soll ich noch schreiben ausser das es ein schöner Backtag in einem sehr schönem Backhaus und ich froh bin das ich dort backen durfte . Am nächsten Freitag ist bei mir wieder Grossbacktag und mal sehen ob Micha ein paar Fotos macht davon . Allen Besuchern hier noch einen schönen Sonntagabend . LG Ingo

  3. Träumerle Kerstin schreibt:

    Was für ein schönes Backerlebnis. Und lecker schaut das alles aus. Alle wurden satt – na ja, sicher hat Ingos Bruder noch was abbekommen von irgendwem.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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