So war es von…

…Anbeginn an gedacht: junge Menschen erfahren im Backhaus der Krabatmühle, dass das erfolgreiche Backen von Brot mit viel Handwerk zu tun hat, solides Wissen und Können erfordert.

Magdalena Schaffer, Mitarbeiterin für kulturelle Kinder- und Jugendbildung, geht nochmal ihre Vorbereitungen für den Theorieteil durch, etwas Nervosität ist schon dabei. Schließlich soll es für die Schüler ein schönes und lehrreiches Erlebnis werden und es ist diesmal die Premiere für die Veranstaltung.

Behältnisse mit den unterschiedlichen Backzutaten stehen schon bereit, ob die Schüler alles kennen und erkennen werden?

Nach einer kurzen Begrüßung vor dem Eingang des Backhauses geht es gleich an den Ofen.

Rico Ziegenbalg, der Bäcker von der Krabatmühle, erklärt den Schülern die wesentlichen Merkmale und Besonderheiten des Lehmbackofens. Anschließend ging es in der Backstube zunächst um „Materialkunde“. Welche Mehle, Gewürze und sonstige Zutaten gibt es und welche gehören unbedingt in ein Brot?

Erstaunlich, wie viel die Kinder schon wissen. Ein kleiner Junge stellte sich als besonders guter Auskenner heraus – ob er aus einer Bäckerfamilie kommt?

Nach der kurzen Theorieeinführung wurde die Schutzkleidung angelegt und dann ging es hurtig an das Bereiten des Brotteiges.

Während man beim Kochen schon an der einen oder anderen Stelle bei der Zusammensetzung der Speisen ziemlich kreativ sein kann und auch die Mengen nicht ganz so exakt einhalten muss, ist es beim Backen anders. Soll das Gebäck gelingen, muss man sich genau an das Rezept halten, sonst geht es schief! Also wird nach Rezept exakt abgewogen!

Der Teig ist grob gemischt, den Rest dürfen die jungen Bäcker, um auch etwas Teiggefühl zu bekommen, nun händisch machen.

Mit etwas Hilfe gelang es allen, eine schöne Teigkugel zu formen, die dann im Gärschrank Zeit zum Gehen bekam. Zwischenzeitlich wurde der Ofen ausgeräumt und konnte abstehen. Nach knapp einer Stunde Gehzeit wurden die Teiglinge eingeschossen, die jungen Bäckerinnen gingen Rico gut zur Hand.

In der Zeit, bis die Brote fertig abgebacken waren, gab es noch etwas Praxis zum „Müllerhandwerk“!

Mit der Steinmühle war das Mahlen der Körner einfacher als mit der „Kaffeemühle“ und am Stein war in der gleichen Zeit die Mehlausbeute auch größer.

Damit die Anwesenden sehen konnten, dass sich Rico tatsächlich über das Ergebnis freut, musste die Maske kurz nach unten wandern! 😉

Der Umgang mit dem Schießer hat durch den langen Stiel seine Tücken, das erfuhr eine Betreuerin beim praktischen Versuch ein Brot aus dem Backraum zu „fischen“!

Damit auch jeder tatsächlich „sein“ Brot nach dem Auskühlen erhält, wurden die Laibe mit Namensschildern gekennzeichnet.

Ich hatte den Eindruck, dass die Kinder von der Arche und der Mädchenbude im Mehrgenerationenhaus Lauchhammer im Rahmen der Feriengestaltung einen schönen Backtag erlebt haben.

Herzlich Micha – Der Brotbäcker

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Eine Antwort zu So war es von…

  1. Träumerle Kerstin schreibt:

    Das ist eine feine Sache und ganz sicher haben die Kinder einen schönen Tag verlebt. Und dann auch noch ein eigenes Brot mit nach Hause nehmen, das ist doch was!
    Liebe Grüße in den Abend von Kerstin.

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