Eigentlich…

…ist bei Germanisten ein ganz schlimmes Wort, ich sage trotzdem:

Eigentlich ist der Spreewald in der Winterzeit für  die meisten Menschen nicht unbedingt DER Urlaubsort. Doch auch zu dieser Zeit ist es eine wunderschöne Gegend, die in der kalten Jahreszeit ihre besonderen Reize hat.

Ich hatte im Januar Gelegenheit, ein wenig in der Gegend herumzureisen und mich umzusehen. Habe dabei gewiss noch viele schöne Ecken übersehen oder nicht gefunden und trotzdem hat es mir gefallen. Die Gemeinde Burg feierte 2015 ihr urkundlich belegtes 700 jähriges Bestehen.

Der Storch kann schon gut und gerne lange Zeit vor den siedelnden Menschen in der Gegend gewesen sein, ich weiß es nicht. Aber die vielen vorhandenen Nesthilfen und die im Ort an mehreren Stellen aufgestellten großen Exemplare zeugen davon, dass Adebar hier heimisch ist.

Durch diesen Laubengang kommt man zum Festplatz in der Ortsmitte.

In der warmen Jahreszeit finden hier an diesem Platz zahlreiche Veranstaltungen für Kurgäste und Einheimische des Kurortes Burg/Spreewald statt. Unweit davon befinden sich weitere dem Tourismus dienende und das Wesen des Spreewaldes ausmachende Örtlichkeiten.

Schräg gegenüber der Bühne und nur über die Straße,  direkt am Spreehafen befindet sich ein historisch nachgestalteter Hof mit Ziehbrunnen und Galeriehaus.

Im Museum gibt es Interessantes zum geschichtsträchtigen und sagenumwobenen Ort Burg im Spreewald. Historische Dokumente, Fotografien, wendische Trachten, Gegenständliches als Zeitzeugen wechselhafter Burger Geschichte bebildern die sehr interessanten Informationen.

Am Hafen erfährt man, dass es, sofern die Kanäle nicht zugefroren sind, auch zur Winterszeit auf dem Kahn möglich ist, die Natur zu genießen.

An anderer Stelle stand auch etwas von Glühwein etc. geschrieben. Also, da es auch genügend Decken gibt, muss man die Kälte nicht fürchten. Im Hafen am Ortseingang wurde ebenfalls für die winterlichen Fahrten geworben und zumindest ein Kahn war auch abfahrbereit 😉

Interessant fand ich die Umgegend von Burg. Ob gewollt oder aus anderen Gründen, hier war ein Wehr geschlossen und führte zur Überschwemmung der umliegenden Wiesen.

Teils vereist und teils noch offen, beeindruckt die Wasserfläche allemal.

Kalt, windig, ungemütlich und trotzdem sehr schön anzuschauen. Ich habe es genossen und mich sehr gut erholt in dieser Naturidylle.

In der deutschen Geschichte gab es Zeiten, da haben die Menschen, wie ich bei meinen Reisen schon an verschiedenen Stellen des Landes feststellen konnte, dem Reichskanzler Otto von Bismarck gehuldigt.  Dabei war ganz offensichtlich das Erbauen von Bismarcktürmen, finanziert mit Bürgerspenden, weit verbreitet. So besitzt also auch Burg heute noch einen solchen Turm.

Imposant auch die Ansichten der Weidenburg, die sicher im Sommer durch den Austrieb noch deutlich wuchtiger und geschlossener erscheint.

Die spreewaldtypische Art, das Heu auf diese Weise für die Winterfütterung auf den Weisen zu  lagern, kennen sicher noch viele Leser des Blogs aus ihrer Kinder- und Jugendzeit, da es auch an anderen Orten üblich war, solche Heuschober aufzuschichten.

Nicht unerwähnt, da für das individuelle Wohlbefinden auf jeden Fall zu empfehlen, soll die Spreewaldtherme Burg bleiben. Sie bietet vielfältige Angebote für Erholung und Entspannung suchenden Gäste.

Sehr interessant, hübsch und erheiternd fand ich diese, auf der Fahrt entdeckte Art, den Winterschutz für Hochstämmchen zu gestalten:

Herzliche Grüße sendet Micha – Der Brotbaecker

 

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4 Antworten zu Eigentlich…

  1. Träumerle Kerstin schreibt:

    Danke für den schönen Beitrag Micha. Freunde von uns waren mal im Winter Schlittschuh laufen auf den Kanälen. Auf den Inseln konnte man grillen und es wurde Glühwein angeboten. Leider sind wir keine Wintersport-Fans und waren damals nicht mit. Wir fahren lieber im Sommer mit dem Kahn 🙂
    Liebe Grüße von Kerstin.

  2. Helene Reinhardt schreibt:

    Ich habe den Spreewald nur im sommerlichen Kleid kennengelernt. Deine Impressionen haben mir
    gefallen, schöne Aufnahmen. Sie regen an, sie in Natur zu erleben.
    Herzliche Grüße aus Wurzen

  3. minibares schreibt:

    Lieber Micha, da hattest du aber schönstes Wetter.
    Wunderschöne Aufnahmen, ich bin begeistert.
    Solche Heuschober kenne ich nicht, echt interessant.
    Diese Verpackungen für winterempfindliche Blumen kannte ich schon.
    Liebe Grüße Bärbel

  4. Brigitte schreibt:

    Gerne bin ich dir hier gefolgt. Für mich ist das eine völlig unbekannte Gegend, ich kenne sie nur vom TV aus guten Krimis.
    Mir haben deine Impressionen sehr gut gefallen, schöne Bilder! Auch hier bei uns im Land gibt es viele herrliche Gegenden, die man sich ansehen sollte. Gehört auch zur Bildung!
    Erholung im Winter ist zudem eine gute Idee.

    Liebe Grüße, Brigitte

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