Ein gesundes und erlebnisreiches neues Jahr…

…wünsche ich euch!
Da die Vorsätze aus dem letzten Jahr noch ganz gut erhalten waren, haben wir heute versucht, einen davon wieder zu beleben und wenigstens ein wenig in die Tat umzusetzen. Aber, der Mensch denkt und der Herrgott lenkt – sagte meine Mutter immer.
Am Vormittag war es hier bei uns recht sonnig. Im Haus hatten wir noch ein wenig zu erledigen, also wurde der Entschluss gefasst, wenigstens den Nachmittag bei diesem schönen Wetter draußen zu verbringen. Mittag zogen dann allerdings die Wolken auf – trotzdem Vorsatz bleibt Vorsatz und es ging los.


Ich hatte vor längerer Zeit von einem Bekannten gehört, dass die Stadt Welzow in letzter Zeit einiges in Sachen Tourismus auf die Beine gestellt hätte und sich dort ein Besuch lohnen würde. Ich war wohl zu DDR-Zeiten letztmalig in diesem Städtchen. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Überleiter 6 vorbei.
Oben habe ich in Richtung des Neuwieser Sees fotografiert.

Während eine Reihe von ehemaligen Bergbaurestlöchern seit Jahren geflutet sind und bereits recht intensiv touristisch genutzt werden können, befindet sich das Projekt zur Verbindung derselben und damit der Ermöglichung einer schiffbaren Verbindung unter ihnen noch in der Realisation.

Bin gespannt, wann ich hier den ersten Dampfer an der Schleuse beobachten kann.

Der Wasserstand muss wohl noch ein wenig steigen, aber ansonsten würde ich mit meinem laienhaften Blick sagen – bauseitig ein gelungenes Werk.

Weiter ging es nach Welzow, leider wurde es immer dunkler und der Regen machte die  Sache auch nicht freundlicher. Eine Straße, die ich vor über zwanzig Jahren gefahren bin, war gesperrt und die Umleitung gab auch keine Gelegenheit, um besondere Highlights fotografisch einzufangen. Und wenn wir was übersehen haben, sei angemerkt,  es machte bei dem Schei…wetter auch wirklich keine Lust auszusteigen. Dummerweise hatte ich mir aus der Erzählung meines Bekannten nicht gemerkt, was man so in Welzow gesehen haben muss. Wenn es aber für den Tourismus so bedeutend ist, dann wird´s ja wohl ausgeschildert sein, dachte ich! In Welzow endlich angekommen, gab es vielerlei Hinweisschilder. Ein Schild wies eine Route zu den touristischen Zielen aus. Diese Stecke fuhren wir mehrfach durch den Ort hin und zurück, egal aus welcher Richtung wir kamen, immer wieder war am Multiwegweiser ein Schild „Touristische Ziele“ zu sehen. Wahrscheinlich ist der, der diese Schilder aufgestellt hat, nie danach durch den Ort gefahren, oder? Oder wir haben diese Ziele nicht erkannt, bei diesem düsteren Wetter – schade 😦 .

Ein Schild fiel uns an den Multiwegweisern besonders auf, es wies auf das „Gut Geisendorf“ hin. Klang interessant: Tiere, Landwirtschaft, kleine Einkehr … – dachten wir? An einer entscheidenden Stelle war es den Schilderaufstellern zwar gelungen, dasselbe gut zu tarnen, so dass wir erst bis Neupetershain gefahren sind. Auf der Rücktour dann konnten wir es aber entdecken und kamen letztendlich doch am Objekt an. Auf der Fahrt bis zum Ziel kamen zwar Zweifel auf, ob wir noch richtig sind, aber es hat diesmal geklappt.

Der Ort Geisendorf wurde 2001 durch den Tagebau Welzow-Süd, wie man neudeutsch sagt: „in Anspruch“ genommen. Das Herrenhaus des einstigen Gutes blieb von den Baggern verschont und als einziges Gebäude des Dorfes stehen. Etwa 150 Meter vom Gebäude entfernt steht heute der Absetzer, der die Erdmassen aus dem Vorfeld des Tagebaues Welzow zur Verfüllung der ausgekohlten Grube dort hinkippt.

Wie knapp das Herrenhaus vor dem Bagger stand, erkennt man, wenn man weiß, dass zwischen dem Rohr der Absperrung zum Tagebau (vorn im Bild) und dem Haus nur wenige Schritte zurückzulegen sind. Heute wird das Haus wohl als kultureller Treffpunkt genutzt. Als wir davor standen, war es leider geschlossen, obwohl das Schild eine Öffnungszeit auswies.

Na ja, wir waren kurz an der frischen Luft, haben einige Kilometer mit dem Auto zurückgelegt und Welzow wird wohl noch ein paar Jahre warten müssen, bis wir wieder einmal dorthin fahren.

Einen tollen Start ins neuen Jahr wünschen Micha – Der Brotbaecker un sin Fru

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8 Antworten zu Ein gesundes und erlebnisreiches neues Jahr…

  1. Träumerle Kerstin schreibt:

    Man kann nicht immer Glück haben mit dem Wetter lieber Micha. Ich war da auch noch nie und freue mich nun über diesen kleinen Einblick von Dir.
    Wart ihr schon mal auf der F60? Gigantisch, das ist auch sehenswert und interessant.
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

  2. juergenfabel schreibt:

    Hallo Micha,
    nun bleibt nur zu hoffen, dass die vielen Millionen Euro, die für die Überleitungsanlage ausgegeben wurden, nicht ganz umsonst waren und dort tatsächlich irgendwann ein Schiff vorbei kommt.

    Viele Grüße aus HH von
    I & J

  3. Brigitte schreibt:

    Hallo lieber Michael und din fru,
    so passiert das immer wieder mal mit Ausflügen. Wobei ich jetzt sagen muss, dies Gutshaus sieht ja richtig schön aus. Wenigstens etwas. Die anderen Sehenswürdigkeiten werden wohl in einigen Jahren zu sehen sein – oder so.

    Danke auch und nochmals ein richtig gutes 2014, Brigitte

  4. Moviesteve schreibt:

    Oh weh, der Tourismus in der Region hat wirklich noch viele Hausaufgaben zu machen.

    Trotzdem interessant so eine Fahrt ins Blaue.

  5. minibares schreibt:

    Danke, lieber Micha, auch dir alles Gute.
    Das war also ein Ausflug, noch viel zu früh gestartet.
    Euer Vorhaben vom Vorjahr kann noch ein paar Jahre warten, lach.

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