Landeskunde – Vogtland

Sofern man kann – denke ich, sollte man Aufenthalte fern der eigenen Wohnung auch für landeskundliche Erkundungen nutzen. Das habe ich gestern getan und es war sehr schön. Mit meinem Sohn und seiner Freundin, die mich besucht haben, waren wir im Vogtländischen Freilichtmuseum Landwüst. Dieses Museum haben wir der Sammelleidenschaft des Landwüster Bauern, Walter Wunderlich, zu verdanken. Bereits im Mai 1968 wurde es eröffnet und zeigt in einer umfangreichen und sehr ansehnlichen Ausstellung, wie man „anno dazumal“ gearbeitet, gewohnt und gelebt hat. Aufgrund des schlechten Wetters haben wir keine Außenaufnahmen gemacht und auch nicht alles angesehen. Aber es ist fest versprochen, da fahren wir nochmals hin, denn es ist sehr, sehr schön, doch seht selbst:

Einblicke in Haushalt-/Wohnbereich – wenn auch beengt, eine…

… Schlafstätte gibt es von klein an.

Und hier aus aktuellem Anlass eine tolle Anregung für alle, die kleine „Zwerge“ als eigene Kinder oder Enkel haben. Diesen Baum kann man nicht umwerfen und darunter gibt es auch noch genügend Platz für große Geschenke.

In den Höhenlagen liegt seit heute der erste Schnee und nur gut, dass der Fuhrpark dafür auch schon hergerichtet ist.

Auf der Tenne der großen Scheune (beheizt) finden regelmäßig verschiedene Veranstaltungen statt, gestern wurde ein kleiner Weihnachtsmarkt gestaltet. Dort gab es auch eine kleine Bühne, auf der, als wir dort waren, für die Kleinen gerade „Des Kaisers neue Kleider“ gegeben wurde. Im Raum und auf dem Gelände des Museums war „dr Muesmoa“ Bernd Müller mit seiner Ziege unterwegs und erfreute Groß und Klein mit Gesang und Geschichten. Die Geschichte vom Muesmoa ist im Vogtland allgegenwärtig. Bebildert erzähle ich sie ein anderes Mal.

Die Ziege trafen wir später in einem Stall, als sie eine Pause von den vielen Leuten genoss, wieder.

Ein Brotbaecker wäre nicht ein solcher, wenn er bei  Besuchen, wie im Freilichtmuseum Landwüst, nicht Ausschau nach ganz bestimmten „Einrichtungen“ halten würde. Das Wohnstallhaus, in dem sich diese Rußküche befindet, wurde bis 1965 bewohnt.

Fantastisch, dass so etwas erhalten wird – da schlägt das Herz sofort deutlich höher!

Hier konnte man schon einige Laibe einschießen. Aber auf dem Gelände gibt es auch ein sehr schönes Backhaus.

Der Ofen im Backhaus hat einen getrennten Back- und Heizraum.

Wie ich bereits eingangs schrieb, haben wir nicht das gesamte Gelände und alle Gebäude besichtigt. Das holen wir aber im Frühjahr nach.

Auf der Rückfahrt kamen wir an diesem Gebäude vorbei, hat bestimmt auch eine interessante Geschichte zu erzählen.

Eine schöne Woche wünscht Micha – Der Chursächsische Brotbaecker

Dieser Beitrag wurde unter Reisen abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Landeskunde – Vogtland

  1. M. schreibt:

    Hallo Micha, was bin ich froh, über die Bärbel auf dich gestoßen zu sein! Das ist ein wunderschöner Beitrag und mir geht gerade das Herz auf. Wir sind nun schon so oft daran vorbeigefahren und haben nie angehalten. Die Verwandtschaft meines Mannes wohnt in Bad Brambach und wenn wir dorthin fahren, kommen wir immer an der Papiermühle vorbei. Ist da eigentlich noch die Gaststätte drin?
    Mensch, wie schön. Ich freue mich wirklich dolle, dich hier mit deinem Blog entdeckt zu haben!

  2. stellinger schreibt:

    Lieber Micha,

    etwas beengt, aber auf jeden Fall gemütlich und heimelig hat man anno dunnemals gewohnt.

    Dass beim Anblick des Backhauses Dein Herz höher schlug, kann ich mir denken. Am liebsten hättest Du bestimmt gleich losgelegt. 😉

    Vielen Dank für Deinen Beitrag und die anschaulichen Fotos.

    Weiterhin einen guten Erfolg für Deine Kur wünscht Die mit herzlichen Grüßen
    Jürgen

  3. Soni schreibt:

    So alte, nostalgische Dinge haben einfach einen ganz besonderen Charme – tolle Fotos. Den Weihnachtsbaum aufzuhängen ist ja mal eine ausgefallene Idee *grins* und nicht nur für kleine Zwerge, auch für Tierhalter ganz praktisch.

    LG Soni

  4. Brigitte schreibt:

    Hat mir super gefallen, dein Bericht. Und ich habe mehrere Dinge entdeckt, wie z. B. die Blumenbank vor dem Fenster (ähnliches gibt es bei mir auch) und der alte Backofen und die Zuber, so arbeitet meine Schwägerin auf Sizilien heute noch damit, das mir sehr bekannt vorkommt.

    Hast recht! Für uns gehören diese Erkundungen auch auf jeden Fall dazu!

    LG, Brigitte

  5. Träumerle Kerstin schreibt:

    Lieber Micha,
    vielen Dank für diesen überaus interessanten Beitrag. Man, das ist voll nach meinem Geschmack und erinnert mich an die Schwarze Mühle von Krabat. Ist das herrlich anzuschauen, so schöne alte Dinge. Man denkt, man schaut in ein Puppenhaus. Also da möchte ich gern noch mehr Bilder sehen, da musst Du wirklich noch mal hin. Bin dem Link gefolgt und hab mir alles angeschaut.
    Und jetzt scroll ich noch mal hoch und schau noch mal.
    Liebe Grüße von Kerstin und lass es Dir gut gehen!

Kommentar verfassen (vorher Datenschutzerklärung beachten!)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.