Niederschlesien…

…hat sehr schöne Orte, nur sind sie in Deutschland überwiegend touristisch noch wenig bekannt. Das Schloss Czocha (Tzschocha) könnte da eine Ausnahme sein.

Das im 13. Jahrhundert errichtete Schloss wurde im 17. Jahrhundert nach einem verheerenden Brand wieder aufgebaut. Zuletzt, bis 1996, war es ein Erholungsheim für Angehörige der polnischen Armee.

Heute ist ein gut besuchtes Hotel in einem Teil des Gebädekomplexes untergebracht.

Dieses Hochzeitszimmer mit dem historischen Bett und die angrenzenden Räume kann man, wenn es nicht vermietet ist, besichtigen.

Die Gerätschaften auf dem Bett sind ja hoffentlich nur für ältere Paare gedacht, denen die Wärme schon ein wenig abhanden gekommen ist, die es aber dennoch einmal nacherleben wollen, wie es in jungen Jahren war, in einem solchen Bett zu schlafen.

Die Badeinrichtung wurde erhalten und stammt aus den zwanziger Jahren. Wer Geld hatte, konnte offensichtlich schon damals guten Luxus genießen.

Im Schloss gibt es einige Geheimnisse…

…so unter anderem diese Geheimtür vom Kaminzimmer in die Bibliothek. Den Rest empfehle ich selbst zu erforschen, es lohnt sich wirklich.

Im Vorwerk der Burg gibt es noch eine Ausstellung zur…

Günter hat hier möglicherweise nie wohnen müssen, die Ausstellungstücke sind aber trotzdem interessant und wecken manche Kindheitserinnerung.

Einige dieser Utensilien kenne ich ich noch von Oma und Opa.

Günter hat nicht nur Kinder gehabt, sondern er muss auch ein passabler Handwerker gewesen sein, denn Werkzeug hat er reichlich hinterlassen.

Und bei einer großen Familie war natürlich die Vorratshaltung auch wichtig.

Einen solchen Krauthobel gab es in unserer Familie ebenfalls. Da früher fast alle Onkels und Tanten Kraut einmachten, wurde der Hobel nach einem regelrechten Plan weitergegeben. Und wenn da jemand gechlammpt hat und ihn beim Opa nicht zur rechten Zeit zurück brachte, hing manchmal der Familienfrieden für ein paar Tage schief. Mit einem Bier konnte man das dann aber meist wieder „heilen“. Das sind zumindest meine Kindheitserinnerungen.

Rings um die Burg gibt es eine schöne Landschaft zu besichtigen. Nur wenige hundert Meter von der Burg entfernt kommt man zur in den Jahren 1901-07 erbauten Staumauer des Marklissa-Stausees.

Die fünf laufenden Turbinen des angeschlossenen Kraftwerkes stammen aus dem Jahr 1907 und liefern noch heute zuverlässig ca. 2.6 MW Strom.

Ich wünsche eine schöne Restwoche und verbleibe mit herzlichen Grüße als

Euer Brotbaecker

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6 Antworten zu Niederschlesien…

  1. esmee schreibt:

    Hallo Micha
    Das sind ja wieder wunderbare Aufnahmen. So einige Teile aus Günters Wohnbereich kann ich auch noch liefern. Einen gußeisernen Bräter; noch heute in Benutzung; sowie einen gußeisernen Kessel und einen Zinkeimer darf ich auch mein eigen nennen. Der Verweis auf „ältere Leute“ liest sich wie HÄTTE ICH AUCH GERNE. *gr* Je öfter ich bei dir lese, desto schneller möchte man auf Reisen gehen.
    LG esmee

  2. stellinger schreibt:

    Erst einmal „Daumen hoch“ für Dein neues Blogoutfit. Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man nicht nur getrost nach Hause tragen, sondern auch viel besser lesen.
    Wie ich sehe, hat es Dich auch in den östlichen Osten gezogen. Dein Bericht ist interessant geschrieben und mit ansprechenden Fotos garniert, wenn auch das Interieur der Wohnung etwas gewöhnungsbedürftig ist. Wärmflaschen wird es wohl immer geben. Meine ist aus rotem Gummi.
    Mir war Deine Adresse nicht bekannt, sonst hätten meine Frau und ich Dich bestimmt aufgesucht, zumal wir auch ganz kurz in Hoyerswerda waren. Wie sagt man? Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, denn wir werden gewiß mal wieder in die Gegend kommen, wenn wir Kerstin besuchen.

    Herzliche Grüße
    Jürgen, der stellinger

  3. Träumerle Kerstin schreibt:

    Ja, Danke, jetzt seh ich was. Und was für schöne Dinge! Das Bad war für die damalige Zeit wahrer Luxus. Und solch eine Wärmeflasche hab ich ja auch noch, wenn auch nicht so edel.
    Günters Wohnung ist ärmlich, die Küche nicht gerade behaglich. Da sieht man, wie das Gesinde gelebt hat. Ich mag solch eingerichtete Schlösser und Burgen. Da kann ich vor meinem inneren Auge viel besser sehen, wie die damals lebten als wenn man bloß leere Räume hat.
    Danke für die Rundführung, hat mir gefallen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  4. Träumerle Kerstin schreibt:

    Ich kann leider keine Fotos sehen 😦

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